Aus Groß mach Klein

Nur noch eine Woche, dann ist die Elternzeit vorbei. Nur noch sechs Tage, dann wird Sohnemann ein Jahr alt. Die Zeit rast – und in meinem Blog wird es vermutlich noch etwas stiller werden.

Zeit also, noch schnell nach und nach ein paar der neu entstandenen Kita-Outfits vorzuzeigen. Den Anfang macht eine fixe Upcycling-Kombi, die ich schon vor rund einem Monat fertiggestellt habe. Da zumindest die Hose noch ziemlich üppig groß ist für den großen Kleinen (ich blicke bei den Frida-Größenangaben immer noch nicht recht durch … Die Größe 80 sieht gefühlt aus wie ne 92 oder so …), gibt es fürs erste keine Tragefotos.

Die Jeans ist entstanden … – aus einer alten Jeans von mir (die Original-Taschengriffe habe ich einfach beibehalten und mit Jersey-Streifen vom Shirt gesäumt). Und das Langarm-Shirt … – aus einem Ringelshirt von mir (die zickzackgesäumten Kanten habe ich als Ärmel- und Saumkante beibehalten und mir so das Umsäumen gespart):

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Für Hosenbund und Beinbündchen habe ich schlichten grauen Bündchen-Stoff gewählt. Da ich beim Annähen des Bauchbundes irgendwie geschlafen und die Naht nach vorne gesetzt habe, habe ich dann kurzerhand noch zwei Knöpfe als angetäuschte Knopfleiste vorne draufgesetzt, als wäre das alles genauso gewollt gewesen:

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Und als spontane 1-Minuten-Kreation habe ich noch einen Sternchen-Marienkäfer-Anstecker zusammengeschustert, der weder umsäumt, noch sonst wie sorgfältig gewerkelt ist, an dem Sohnemann aber viel Spaß hat (Knopf drauf genäht, Sicherheitsnadel unten dran, fertig).

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Der Upcycling-Dienstag ist leider gerade in die Sommerpause gegangen, aber Kiddikram und Made4Boys sammeln auch im Juli wieder Links zu selbstgemachter Kinderkleidung. Eine Linkliste mit Upcycling-Kindersachen gibt es außerdem bei HappyRecycling. Schaut mal rein!

Update: Habe doch noch ein Foto am Kind gefunden, damit ihr einen kleinen Eindruck von der schlackernden Frida habt. Ein Bekannter sagte neulich, dieses Outfit sei ja voll Siebziger. Mit der Baggy-Jeans sind wir jetzt eher so in den Neunzigern gelandet, oder? 😉

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Bei My Kid Wears gibt es montags übrigens noch mehr Mode am Kind zu bewundern!

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Handgemachte Vorsätze

Noch ist das neue Jahr frisch und neu, wenigstens ein bisschen. Und ehe es endgültig alt und abgehangen ist, setze ich mir hier noch fix ein paar handgemachte Vorsätze. (Verwerfen kann ich sie dann später immer noch … 😉 )

1. Let love be your energy! Auch mal was für meinen Mann nähen/stricken. Außer einem Loop (und einem nicht mehr vorzeigefähigen Strickschal) ist da in den letzten Jahren echt noch nicht viel abgefallen … und natürlich weiterhin ganz viel für den Sohnemann.

2. Mehr Muster! Die eigenen Fair Isle-Skillz verbessern (oder Norwegermuster oder wie auch immer man es nennen möchte). So ganz hab ich den Dreh noch nämlich noch nicht raus, wie man die mitlaufenden Fäden auf der Rückseite exakt so straff zieht, dass sich das Muster auf der Vorderseite optimal entfaltet, das Strickstück aber nicht verzieht. Bisherige Versuche siehe hier und hier. Tipps, anyone? Und kann diese Steek-Technik oder wie sie heißt da Abhilfe schaffen?

3. Detailtreue! Neue Anschlagtechniken lernen, elegantere Randmaschen stricken, schöner vernähen… – und verstehen, wie das eigentlich genau mit dem Spannen/Dämpfen von frisch entnadeltem Strickzeug funktioniert. Sofern überhaupt bemüht, hat meine „Technik“ diesbezüglich meist wenig bewirkt und Ränder (z.B. dieser Decke) rollen sich immer noch munter ein.

4. Platz schaffen zum ersten! Den Kurzwaren-Messi in mir ein wenig zügeln und auch mal Stoffe und Wolle aus den diversen Kisten, Körben, Schubladen und Taschen in den Untiefen unserer Wohnung verwenden und nicht umgehend durch neue Stoff- und Wollberge ersetzen. (Nur durch ganz besonders schöne, nötige… 😉 )

5. Platz schaffen zum zweiten! Falls wir bald mal eine neue Wohnung finden und falls wir dann den Platz haben: eine richtig schöne Handarbeitsecke einrichten. So richtig mit Garnrollenhalter an der Wand und schön gefalteten Stoffen im Regal und so. Statt mit Nähmaschine zwischen Laptop und Drucker auf dem Schreibtisch und Stoffzuschnitt auf dem Bett oder Wohnzimmerfußboden (träum weiter!).

6. Ego streicheln! Sprich: immer mal wieder nette Kleinigkeiten für mich selbst herstellen. Weniger kaufen. Die eigene Garderobe mit immer schöneren und immer passgenaueren Lieblingsteilen aufpimpen und umgehend beim Me Made Mittwoch präsentieren!

7. Upcyclen! All jene überflüssigen Kleidungsstücke, die im Schrank verstauben, einer neuen Bestimmung zuführen – und sei es nur als Bündchen/Tascheneingriff einer Babypumphose oder Rückseite eines Sabbertuchs. Reißverschlüsse, Knöpfe, etc. raustrennen und im Nähnerd-Ersatzteillager verwahren. T-Shirt-Garn herstellen. Einen Beekeepers-Quilt aus Wollresten stricken. Oder so.

8. Stressfrei schenken! Also vor allem: rechtzeitig planen. Einen DIY-Geburstags- und Weihnachtsgeschenkkalender anlegen oder so und gemütlich übers Jahr hinweg abarbeiten (Weil es ja sonst doch immer dasselbe Gestresse ist. Siehe hier, hier oder hier.). Dann komme ich zur Abwechslung vielleicht sogar mal dazu, mich an einem Weihnachtskleid-Sewalong oder einem Frühlingsjäckchen-Knitalong oder ähnlich schönen Aktionen zu beteiligen.

So, das soll fürs erste reichen. Und ihr so? Auch irgendwelche Vorsätze fürs Handarbeitsjahr gefasst?