Kasten-Kleid

Achtung, jetzt kommt ein Karton! Es sollte eigentlich mal ein Kleid werden, wenn es groß ist, aber dann wurde es kastiger als Bernd das Brot.

Aber von vorne.

Ich hatte einige Zeit die Burdastyle abonniert. Ich dachte, das macht man so als Nähnerd. Monat für Monat habe ich mich über manche Modelle gewundert (was ist das? Wer trägt sowas? Warum?) und bei vielen weiteren gedacht: das nähe ich nach, unbedingt, ein Traum. Umgesetzt habe ich es dann meistens nicht. (Deswegen habe ich das Abo auch irgendwann abbestellt. Zu viel Frust, wenn monatlich so viel verlockende Schnittmuster ins Haus flattern und dann ungenäht im Regal verstauben.)

Manchmal habe ich dann aber doch etwas genäht. Zum Beispiel dieses Kleid.

Es gibt ja so Modelle, da denkt man: Toller Schnitt, aber dieser Stoff, den die da genommen haben geht gar nicht. Bei diesem aber dachte ich: genau SO muss es sein.

Na ja, nur leider … – siehe oben, Stichwort Bernd. Meine Figur ist scheinbar nicht Burdastyle-kompatibel, fürchte ich. So verunsichert hat mich der an sich einfach zu nähende, aber dann so gar nicht sitzende Kasten-Schnitt, dass ich am Ende noch nicht mal die Schluppe angenäht habe, die mich an diesem Modell doch so ganz besonders angelacht hatte.

Trotzdem liebe ich dieses Kleid irgendwie. Es sitzt wie ein Sack. Es ist in der Taille weit, am Hintern eng und wenn man die Hände in den Nahttaschen versenkt wirft es komische Falten. Bis heute habe ich keine wirklich passende Strumpfhose/Leggins im Schrank.

Aber mit dem 1-Euro-Flohmarkt-Schal …

20erKleid320erKleid4

… mit ein bisschen Vintage-Treppenhaus, Gürtel und Riesen-Ledertasche …

20erKleid520erKleid6

… mit ausgelatschten Lieblingsstiefeln, ungekämmten Haaren und heißgeliebtem Schlabberjäckchen …

20erKleid20erKleid2

… sieht es am Ende irgendwie doch ganz unauffällig charmant nach mehr aus als Bernd – und passt zu seiner Trägerin, die es momentan in ihrer Herbstgarderobe schmerzlich vermisst (weil: leider absolut inkompatibel mit ständigem oben-offen-Alltag als noch-stillende Säuglingsmama …) und es trotzdem morgen früh zum MeMadeMittwoch schickt.

 

Advertisements

Novemberjäckchen

Ja, ich weiß: ich habe heute schon was gebloggt. Aber ich wollte euch doch endlich noch Babys neues Jäckchen zeigen, das schon vor Wochen fast fertig war und bloß noch auf seine Knöpfe wartete.

Nun ist es schon eine ganze Weile in Gebrauch und Sohnemann ist darin erstmals mit Zug und Auto durch die halbe Republik getourt (weshalb das Jäckchen zwar vielerorts, bloß bislang nicht hier im Blog auftauchte, ebensowenig wie andere neue Blog-Einträge).

Babyjäckchen_gelb

(Am Rande mit im Bild: meine ebenfalls hier gezeigte Babydecke).

Nach einem längeren Besuch beim lokalen Kurzwaren-Dealer meines Vertrauens, fiel die Wahl letztendlich auf blaue Segelschiffchen-Knöpfe (ganz pragmatisch aus Plastik):

Babyjäckchen_gelb_Detail2

Bis auf die lange aufgeschobene Knopffrage und das Fadenvernähen, war das Jäckchen wirklich schnell und unkompliziert gestrickt, dank des netten Strickmusters von Keya Kuhn mit Raglanpasse.

Babyjäckchen_gelb2Babyjäckchen_gelb_Detail
Zumindest von der gelben Wolle habe ich immer noch eine ganze Menge übrig. Aber bis daraus noch eine Hose, eine Mütze oder wenigstens Söckchen geworden sind, ist das Jäckchen meiner kleinen Wuchtbrumme wahrscheinlich schon wieder zu klein. Oder ich musste die Weihnachtsgeschenkeproduktion endgültig aufgeben. Also besser schnell ab damit zum November-Kiddikram, zu my kid wears und zum Mamawerk am Montag (ja, ja, ertappt: ich probiere gerade lustig Bloggerpartys aus …).

Multitasking-Mama

Bild

„Dass du mit Baby noch zum Näh(blogg)en

kommst– wie machst du das bloß?!“

Na, so: Baby vor den Bauch geschnallt und los! Ein Hoch auf die Tragehilfe!

multitasking-mama

(Früh übt sich, was ein tapferes Schneiderlein werden will … 😉 )

Und wie macht ihr anderen Mamas (und Papas) das so? Erzählt mal!

Eine schöne Woche euch allen wünscht Multitasking-Mama M. 🙂