Ein Star in Puschen

Lange schon wollte ich euch Sohnemanns Weihnachtshose zeigen (die in der Nacht zu Heiligabend ratzfatz fertig wurde und auch weit im neuen Jahr viel und gerne getragen wird). Nun habe ich auch einen aktuellen Anlass. Denn Sohnemann hat, nachdem er aus seinen Turnschuh-Puschen endgültig herausgewachsen ist, ein neues Paar Schläppchen bekommen. Und als sie fertig waren, merkte ich, wie wunderbar sie sich in ihrem sternenverzierten roten Leder schon unterm Weihnachtsbaum gemacht hätten – und wie schön sie nun zum Sternchen-Jeansstoff besagter Hose passen:

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Ein wenig sehen die neuen Schuhe noch nach Entenfüßen aus, weil ich mir nicht die Mühe gemacht habe, Sohnemanns Füße exakt zu vermessen und den Schnitt anzupassen. So ist gerade noch ein bisschen Luft, aber er läuft trotzdem flott und fröhlich darin herum.

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Was die Schnittmuster angeht, wird das hier ein kleiner Werbepost für Klimperklein, wie ich gerade merke. Denn die Latzhose aus Sternchenjeans vom Stoffmarkt Holland habe ich zum zweiten Mal nach dem E-Book-Schnitt „Strampelhose“ genäht, den ich hier schon einmal ausprobiert hatte (damals aber leider so knapp zugeschnitten, dass ich statt Knöpfen mit leich verlängerten Klemm-Schnallen an den Trägern arbeiten musste – die ständig abfielen, weshalb die Hose letztlich nicht allzu oft im Einsatz war). Und die Hausschuhe aus meinen einst online georderten Lederrest-Vorräten sind ebenfalls nach einem Klimperklein-Schnitt entstanden: dem „Puschen“-E-Book, das wunderbar viele Variationsmöglichkeiten bietet.

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Zwischenzeitlich hatte ich übrigens auch schon mal ein weiteres Puschen-Paar verschenkt. Die sahen so aus:

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Da es noch gar keine März-Linkparty beim Kiddikram gibt, verlinke ich heute erstmal nur beim Creadienstag und bei Made4boys.

 

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Wir haben einen Vogel

Sohnemann feiert heute seinen ersten Fasching in der Kita. Zwar kann ich (trotz rheinländischer Gene väterlicherseits) als sozialisiertes Nordlicht herzlich wenig mit Karneval anfangen. Dieser bierselig-schlüpfrige Schunkelhumor, die fürchterliche Musik, das ist alles nicht so meins. Und was die Kostüme angeht, stößt es mir Jahr für Jahr auf, wie weit verbreitet Alltagsrassismus und kulturelle Aneignung witzig gefunden werden (sehr guter Text dazu bei Ringelmiez). Das einzige, was ich dieses Jahr beim kurzen Reinzappen vom Frankfurter Fastnachtsumzug gesehen habe, war eine volle Ladung Blackface vom Karnevalsverein „Die Kameruner“.

Das alles außen vor, finde ich fantasievolle Kostümierungen aber eigentlich großartig und habe mich als Kind auch sehr gerne verkleidet. Sohnemann wusste mit seinen 18 Monaten noch nicht so recht, wie ihm geschieht, als ich mit dem Samstagnacht improvisierten Umhang um die Ecke kam, die Mütze ließ er sich höchstens verkehrtherum aufsetzen. Aber nachdem Papa ihm ein bisschen was vorgeflattert ist, fand er es doch ganz lustig, Flügel zu tragen und stapfte heute fröhlich als Papagei in die Kita.

Meine Überlegung für ein Kleinkindkostüm war, dass es möglichst kitatauglich sein sollte. In dicken Plüschkostümen schwitzt es sich drinnen zu doll, sperrigen Klimbim hätte er eh gleich wieder abgeworfen. Also einfach Strumpfhose an und irgendein lustiger Umhang, so meine Devise. Und das ist es dann geworden:

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Aus rotem Stoff aus dem Stash habe ich zunächst eine Art Poncho zugeschnitten (Breite: Handgelenk zu Handgelenk = circa 75 Zentimeter, Länge etwas mehr als Rückenlänge, so um die 40 Zentimeter glaub ich), oben mittig ein Loch für den Kopf. Zwar wird es am Ende nicht als Poncho, sondern als Umhang getragen, aber so ist der Stoff direkt gedoppelt und die Rundung für den Nacken ist auch drin. Die untere Seite habe ich zunächst zum Halbkreis gerundet und dann frei Hand gezackte Federn ausgeschnitten.

Aus simplem Bastelfilz habe ich dann etwa 10 Zentimeter lange „Federn“ ausgeschnitten, auf eine der rechten Stoffseiten gesteckt und lagenweise dran genäht. Dann den Umhang (mit „Federn“ innen) einmal rundum zugenäht, an den Ecken Gummikordeln als Handgelenksschlaufen eingenäht und das ganze durch den Halsausschnitt gewendet. Eben jenen dann noch mit Schrägband eingefasst und weitere Befestigungsbändchen rangenäht.

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Die rote Mütze hatten wir noch aus meinen Kindertagen, da habe ich einfach aus Filz noch Federn, Augen, Schnabel raufgeklebt/genäht/mit Sicherheitsnadeln festgesteckt.

Als Geck aus dieser Burdastyle-Anleitung abgeschaut habe ich mir noch die Idee mit den Vogelfüßen aus Gummihandschuhen. Fertig! (Mütze und „Füße“ bleiben bestimmt nicht lang an ihrem Platz, aber das ist ja nicht schlimm, der Federumhang funktioniert auch so ganz prima).

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Vogelkostüm-Inspiration gesammelt habe ich zum Beispiel hier, hier und hier. Und sehr geärgert habe ich mich über Blogposts, in denen es sinngemäß hieß, ein buntes Vogelkostüm sei prima für Mädchen, aber wenn man eher neutrale Farben wie Braun und Grau nähme, ginge es auch für Jungs. Bei denen piept’s wohl! Und das meine ich jetzt nicht, weil in der Natur die Männchen die buntesten Federn tragen …

Noch schnell verlinkt bei Kiddikram, Sew Mini, Made4Boys– und fortgeflattert. Helau!

Neu bemützt

Einen schönen ersten Advent allerseits! Eigentlich hatte ich geplant, zur Feier des Tages meine ersten Weihnachtskleid-Nähte beim Weihnachtskleid-Sewalong des MeMadeMittwoch vorzuzeigen. Aber dort wird heute das Winterjacken-Sewalong-Finale gefeiert und das Weihnachtskleid muss aussetzen.

So komme ich endlich mal dazu, euch das Ergebnis herbstlicher Fernsehabend-Strickereien zu zeigen. Denn die Mütze vom letzten Jahr, passt Sohnemann nun nicht mehr recht über die Ohren. Also habe ich zur Jacke passende Wolle besorgt (Lana Grossa Bingo) und daraus eine fixe Ringelmütze mit Bommel und passendem Schal gestrickt. Das schöne an dem Muster „Double Rip Toddler Hat“ von Torun Espe auf Ravelry.com ist, dass sich unter dem Bündchen auch Ohrenklappen verstecken mit Bindeschnüren – die perfekte Kleinkindmütze, die mittlerweile täglich im Einsatz ist (es gibt die Mütze auch noch in einer schönen Zopfmusterversion, die ich eigentlich erst stricken wollte, aber da ich zwei Farben besorgt hatte, die Maschenzahl wegen dickerer Wolle reduziert hatte und vor allem einfach schnell fertig werden wollte, habe ich mich dann für die einfache Ringelversion entschieden). Der dazu passende Schal ist aus der Restwolle ohne Muster ganz simpel zwei-rechts-zwei-links gestrickt, mit ein paar Streifen und wirr abstehenden Fransen … 😉

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Oben habe ich schon die Mütze vom letzten Winter verlinkt. Dazu gehörten auch eine passende Jacke und Hose – und schöner Weise passt die Jacke immer noch und wird viel und gerne getragen:

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Die Hose hingegen ist nun zu weit: seit Sohnemann nicht mehr mit vollgefuttertem Bäuchlein auf dem Rücken liegt, sondern den lieben langen Tag herumläuft, rutscht ihm die Hose nach wenigen Schritten runter. Habt ihr einen Tipp, was man da machen kann? Gummiband einziehen? Innen irgendwas gegennähen?IMG_9277

Verlinkt bei Made4Boys, Kiddikram, Meitlisache.

Work-Blog-Balance nach Ende der Elternzeit

Vielleicht hätte ich mich mit Sohnemanns 1. Geburtstag hier einfach direkt verabschieden sollen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht so eine Vorahnung hatte, dass ich mit Rückkehr zum Vollzeitjob kaum noch zum Handarbeiten, geschweige denn zum drüber Bloggen kommen würde.

Aber ich habe mich gesträubt. Ich habe weiter Fotos gemacht, ich habe sogar das ein oder andere neue genäht. Immer in der Hoffnung, eines Abends dann doch mal die Muße zu finden, hier wieder etwas hochzuladen und ein paar Worte darüber zu verlieren. Doch irgendwie sind die Wochen nur so dahingerast und nun ist es bald schon vier (!) Monate einfach still hier.

Wie macht ihr anderen näh- und strickbloggenden, Vollzeit arbeitenden Mütter (und Väter) das denn bitte so? Oder besser: wann? Entspannt und erfreut euch das Bloggen tatsächlich noch, wenn der Arbeits-Haushalt-Kind-Wahnsinn irgendwann abends damit endet, dass die Lütten ratzen und ihr euch eigentlich am liebsten gleich mit ins Bett legen würdet? Oder gerade drum? Erzählt doch mal, wie ihr das meistert!

Wenn ich abends zwischen 18.30 und 19.30 Uhr nach Hause komme (familienfreundliche Arbeitszeiten, my ass!), verabschiedet sich oft genug der Liebste direkt zur Arbeit, derweil ich das Sohnemännchen beknuddele, bespaße und beknie, irgendwann die Äuglein zuzumachen (20.30 Uhr, wenn’s gut läuft) und nebenbei das übliche Kastanie-im-Schuh, Reiswaffel-auf-dem-Boden, Bücher-im-Bad, Kartoffeln-in-der-Spielzeugkiste-Chaos des Tages notdürftig beseitige. Wenn ich dann noch einen Happen gegessen habe, ist allerhöchstens noch ein bisschen meditatives vor-der-Glotze-Stricken drin.

Am Wochenende stehen dann Einkäufe, Wäsche und pipapo an, im besten Falle ein bisschen gemeinsame Familienzeit, wenn keiner von beiden Sonntagsdienst hat. Das kann auch ein herrlicher Herbstspaziergang über den Stoffmarkt Holland sein (hach …) – nur: die Stoffe wandern dann leider direkt wieder ins Vorratsregal. Zum Nähen komme ich nur, wenn ich mir freie Tage nehme (und die wollen dann meistens auch noch für zehn andere Sachen genutzt werden.

Aber genug der Jammerei, irgendwie läuft das Hamsterrad dann ja doch. Und irgendwie habe ich in all den Wochen hier und da dann ja doch noch etwas fertiggestellt. Eine Zwergenmütze nach Schnitt von Schnabelina zum Beispiel, passend zur schon länger getragenen Elefantenhose.

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Sie lässt sich auch wenden und mit der schlichten Seite prima zum neuen Täschling (ein wahrlich großartiger und extrem wandelbarer Schnitt von Allerleikind!) kombinieren, für den ich nach über einem Jahr endlich mal ein bisschen von dem Sternen-Jersey vom Stoffmarkt vernäht habe, sowie den herrlichen grünen Cord, der im Frühjahr auch schon mal ein Geschenk abgeworfen hatte. (Ab damit zu Cord, Cord, Cord!).20151010_15245620151010_160041

Gerne kombiniert wird der Täschling übrigens mit den Geburtstags-Puschen nach Schnitt von Klimperklein, die eigentlich ein etwas schiefer und krummer Probeversuch sein sollten, letztlich aber die bislang einzigen Puschen für Sohnemann geblieben (und nun fast schon wieder zu klein …) sind:

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Mit einem zweiten Puschenversuch (ich kann dabei aus einem reichen Fundus an Lederresten schöpfen, die ich hier mal als Paket erstanden habe, Farbwünsche werden dabei auch weitestgehend berücksichtigt!) leider etwas schmal geworden, wurde der frischgeborene Sohn eines Kollegen beschert:

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Für einen zweiten Täschling habe ich den tollen, tollen Birch-Flanell mit Charley Harpers „Foxsimiles“ verwendet, den ich zusammen mit wunderbar schmeichelweichen Jerseys in der Eulenmeisterei bestellt hatte. Die Stoffe sind ein absoluter Traum – und der Schnitt (diesmal in der Version ohne Knickerbocker-Bündchen) wirkt noch mal ganz anders, finde ich (endlich mal eine Gelegenheit, sich Greenfietsens Fuchs-Linkparty anzuschließen!).

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So, damit beschließe ich diesen Rundumschlag für heute. Mal sehen, in wie vielen Tagen, Wochen, Monaten ihr wieder von mir hört … – ich verspreche liebe nichts, nehmt mir’s nicht krumm und erzählt in der Zwischenzeit fleißig, wie ihr so klarkommt im Job-Familie-DIY-Hamsterrad.

Weitere Verlinkungen: Made4Boys, Kiddikram.

Geburtstagsanzug

Ein Jahr, wirklich schon ein Jahr: Sohnemann hatte am Sonntag Geburtstag. Und bevor ich am Montag zur Vollzeit-Working-Mum geworden bin (und daher jetzt erst zum Bloggen komme…), haben wir unseren schon so erstaunlich großen Kleinen angemessen gefeiert.

Zur Feier des Tages hatte unser Geburtstagskind einen neuen Anzug an. Den schönen Schnitt „Toucan & Tiger“ aus der Ottobre 3/2014 hatte ich schon einmal genäht. Da ich aus den Fehlern dieses ersten Versuchs gelernt (also die Bündchenstreifen nicht so doll gedehnt und mehr Geld für Marken-Druckknöpfe von Prym ausgegeben) habe, ist dieser gepunktete Anzug, wie ich finde, nahezu perfekt geworden (verzeiht die Angeberei… 😉 ).

Pünktchen-Jersey und Bündchen hatte ich günstig beim letzten Stoffmarkt Holland besorgt:

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Sohnemann passt der Geburtstagsanzug quasi wie angegossen und er hat seinen ganzen Ehrentag lang ausgiebig darin gespielt. Draußen….

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… wie drinnen:

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Auf seinem Geburtstagstisch lagen übrigens noch ein paar selbstgemachte Dinge, die jedes auf seine Weise eine Premiere für mich dargestellt haben (und deshalb perfektionistischen Ansprüchen eher weniger gerecht werden). Einen ersten Blick darauf gewähre ich euch hier …

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… und beim nächsten Mal stelle ich euch die Geschenke dann noch genauer vor. Eine schöne Restwoche euch! Ich verlinke mich noch fix bei Kiddikram und Made4Boys.

Weitere schöne Versionen des Ottobre-Spielanzugs finden sich im DIY-Internet zum Beispiel hier, hier, hier, hier, hier (auch mit Affen, wie meine erste Version) oder hier.

Aus Groß mach Klein

Nur noch eine Woche, dann ist die Elternzeit vorbei. Nur noch sechs Tage, dann wird Sohnemann ein Jahr alt. Die Zeit rast – und in meinem Blog wird es vermutlich noch etwas stiller werden.

Zeit also, noch schnell nach und nach ein paar der neu entstandenen Kita-Outfits vorzuzeigen. Den Anfang macht eine fixe Upcycling-Kombi, die ich schon vor rund einem Monat fertiggestellt habe. Da zumindest die Hose noch ziemlich üppig groß ist für den großen Kleinen (ich blicke bei den Frida-Größenangaben immer noch nicht recht durch … Die Größe 80 sieht gefühlt aus wie ne 92 oder so …), gibt es fürs erste keine Tragefotos.

Die Jeans ist entstanden … – aus einer alten Jeans von mir (die Original-Taschengriffe habe ich einfach beibehalten und mit Jersey-Streifen vom Shirt gesäumt). Und das Langarm-Shirt … – aus einem Ringelshirt von mir (die zickzackgesäumten Kanten habe ich als Ärmel- und Saumkante beibehalten und mir so das Umsäumen gespart):

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Für Hosenbund und Beinbündchen habe ich schlichten grauen Bündchen-Stoff gewählt. Da ich beim Annähen des Bauchbundes irgendwie geschlafen und die Naht nach vorne gesetzt habe, habe ich dann kurzerhand noch zwei Knöpfe als angetäuschte Knopfleiste vorne draufgesetzt, als wäre das alles genauso gewollt gewesen:

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Und als spontane 1-Minuten-Kreation habe ich noch einen Sternchen-Marienkäfer-Anstecker zusammengeschustert, der weder umsäumt, noch sonst wie sorgfältig gewerkelt ist, an dem Sohnemann aber viel Spaß hat (Knopf drauf genäht, Sicherheitsnadel unten dran, fertig).

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Der Upcycling-Dienstag ist leider gerade in die Sommerpause gegangen, aber Kiddikram und Made4Boys sammeln auch im Juli wieder Links zu selbstgemachter Kinderkleidung. Eine Linkliste mit Upcycling-Kindersachen gibt es außerdem bei HappyRecycling. Schaut mal rein!

Update: Habe doch noch ein Foto am Kind gefunden, damit ihr einen kleinen Eindruck von der schlackernden Frida habt. Ein Bekannter sagte neulich, dieses Outfit sei ja voll Siebziger. Mit der Baggy-Jeans sind wir jetzt eher so in den Neunzigern gelandet, oder? 😉

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Bei My Kid Wears gibt es montags übrigens noch mehr Mode am Kind zu bewundern!

Cord-Gestrampel im Blätterwald

So, wie gestern angekündigt, gibt es noch Sohnemann-Mode zu verbloggen. Und weil die Tage nun erschreckenderweise schon wieder kürzer werden und gestern novemberartiger Regen auf uns niederplatterte, zeige ich heute ein vom Stoff her etwas herbstliches Duo vor, dass mein Kleiner kürzlich zu einer (nicht seiner) Taufe tragen durfte:

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Für das Kurzarm-Hemd habe ich den Schnitt „Zebra Run“ aus der Ottobre 3/2015 und einen herrlichen Blätterprint-Webstoff („Spice of Life“ von Paintbrush Studio) gewählt, den ich schon länger liegen hatte.

Und die Hose aus wunderschön goldgelbem Feincord (beide Stoffe vom Stoffmarkt Holland) habe ich erstmals nach dem Strampelhosenschnitt von Klimperklein genäht, den ich wärmstens weiter empfehlen kann. Leider habe ich bei der Größe (aus mir unerfindlichen Gründen …) ein wenig knapp kalkuliert und Größe 74 für mein ziemlich genau 75-Zentimeter-Kind gewählt. Wohl, weil die Hose dieses Mal sofort passen und nicht zu sehr schlabbern sollte. Von der Weite und der Beinlänge her ist das auch gar kein Problem, zumal ich die Beine mit Bündchen verlängert habe. Aber beim Anprobieren kam mir die Hose dann im Schritt so kurz vor (Träger waren blöderweise schon zugeschnitten und nicht verlängert), dass ich mich nicht getraut habe, normale Knöpfe oder Druckknöpfe als Verschluss zu nehmen. Stattdessen habe ich diese Metall-Latzhosen-Schnallen benutzt, die der Hose noch ein bisschen Längenspielraum geben:

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(Ich bin mir nicht ganz sicher, wie man die Schnallen eigentlich korrekt befestigt. Version rechts schien mir eigentlich korrekt, Version links hält aber besser.)

Unten hat die Hose wie gesagt Bündchen bekommen – wegen zusätzlicher Länge und weil ich kein großer Fan von Gummizug-Einnähen bin:

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Und vorne habe ich die Hose noch mit einer schief und krumm genähten Fronttasche mit Bündchenstoff-Eingriffen versehen, die ich im Nachhinein wohl doch lieber weggelassen hätte …

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Ansonsten sind Hose wie Hemd aber sehr schön gelungen, wie ich finde – ich bin ganz verliebt in die Farbkombi, die Sohnemann prächtig steht (müsst ihr jetzt einfach mal glauben, habe noch keine anonymen Trage-Beweisfotos schießen können und der kleine Kerl schläft gerade, sonst könnte ich ja nicht so entspannt bloggen … 😉 )

Für die Knopfleiste habe ich ganz schlichte Knöpfe in passendem Weinrot gefunden:

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Leider hat sich der Kragen und teilweise auch die Knopfleiste beim ersten Tragen aber total verzogen; der Stoff lag schief und wellig, so als passten Ober- und Unterkragen nicht mehr genau aufeinander oder die Nähte hätten sich eingekräuselt oder so. Das stellt mich vor Rätsel. Dabei sahen die Hemddetails direkt nach dem Nähen wirklich nahezu perfekt aus, ich habe mich sehr um Sorgfalt bemüht und den Stoff vor dem Nähen auch vorgewaschen.

Es ist noch nicht wieder gewaschen, aber frisch gebügelt und glatt gezogen, aber würdet ihr unter den Kragen gucken können, würdet ihr Falten sehen …

Hat jemand eine Ahnung, woran das liegen kann? Kann Vlieseline sich vielleicht im Nachhinein verziehen? Oder Körperwärme/Feuchtigkeit irgendwie dazu geführt haben, dass sich der Stoff verzieht? Seltsam, seltsam. Ich hoffe, die Wäsche wird das Problem mindern …

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So, zum Schluss wieder ganz viel Verlinke: Cord, Cord, Cord, Kiddikram, Made4Boys und Creadienstag.

Update: Mein kleines Fotomodel ist in der Zwischenzeit wieder aufgewacht und hat sich bereitwillig umziehen lassen. Hier also noch ein paar Bilder am Kind:

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