Verschenkter Regenbogen

Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich ja andauernd schöne Dinge verschenken. Und vor allem nur noch Selbstgemachtes. Zu jeder Geburt, jedem Geburtstag und jedem auch zu Weihnachten. Ideen habe ich so viele im Kopf, alleine es fehlt die Zeit zur Umsetzung.

Und so kriegt nicht jeder liebe Mensch zu jedem Anlass ein selbstgemachtes Geschenk – aber irgendwann trifft es dann doch fast jeden in meinem engeren Umfeld.

Zu Weihnachten waren es dieses Mal meine Nichte und meine Patentochter, beides Mädchen im Kindergartenalter, denen ich eine Regenbogen-Stifterolle genäht und befüllt habe. Die tolle Anleitung von „Das mach‘ ich nachts“ hatte ich mir schon lange abgespeichert. In den letzten Tagen vor Weihnachten habe ich dann endlich mal meine Stoffvorräte geplündert, bunte Ballen auf dem Fußboden hin- und hergeschoben und Stifteregenbögen hin- und hergerollt, bis ich mich schließlich für eine schöne Auswahl und Reihenfolge entschieden hatte. Der blaue Grundstoff kam eher zufällig dazu – ich hatte nichts passendes Neutrales mehr im Schrank, zumindest nicht in schön fest-stabiler Qualität und das Stoffgeschäft um die Ecke war auch nicht gut mit z.B. festem Leinenstoff o.ä. bestückt. Grau, weiß, schwarz sahen irgendwie nicht schön kinderfröhlichbunt aus als Grundstoff und so wurde es dieses strahlende Blau.

Die Anleitung habe ich leicht abgewandelt, weil ich dicke Buntstifte genommen und deshalb die Streifen breiter zugeschnitten habe. Insgesamt ist eine Stiftemappe im ausgerollten Zustand am Ende knapp über einen Meter lang geworden …

IMG_9548

IMG_9547_2IMG_9542_2IMG_9544_2IMG_9537IMG_9532_2

Ab damit zum Creadienstag. Und eine schöne Woche euch!

 

Advertisements

Manchmal auch für Mädchen

Es ist wirklich großartig, kleine Jungs zu benähen. (Also: vor allem meinen kleinen Jungen. 🙂 ) Und deshalb muss ich hier auch bald mal wieder ein paar (bislang noch nicht blogtauglich fotografierte) neue Sohnemann-Outfits vorstellen.

Aber manchmal mag ich auch für Mädchen. Nicht wegen Pink und so. Sondern wegen der vielen schönen Rock- und Kleiderschnitte da draußen.

Kürzlich (also: auch schon wieder einen Monat her …) durfte ich mal wieder. Denn mein Patenkind hat seinen dritten Geburtstag gefeiert und per Post habe ich eine Tunika nach dem so einfachen wie schönen „Peplum“-Schnitt aus der Ottobre 1/2015 beschert:

IMG_8650IMG_8651

Da ich vom blauen Stoff ein kleines bisschen zu wenig hatte und der farblich so schön passende grüne Pünktchenstoff nur noch ein Rest aus der Weihnachtspumphosenmanufaktur war, musste ich ein bisschen puzzeln und am rückwärtigen Rockteil ein bisschen patchen, aber irgendwie hat es am Ende dann doch noch gerade so gereicht.

IMG_8652IMG_8653IMG_8654IMG_8655

Nächstes Mal gibt es dann wieder Sohnemann-Mode zu sehen. Und als Inspiration für die nächsten Projekte, schaue ich mich jetzt noch beim Juni-Kiddikram um.

Der Rest vom Fest

Es hat sehr geweihnachtet. Im Winterurlaub hat es sehr geschneit. Und schwupps, war das Jahr vorbei und fast hätte ich vergessen, dass es diesen Blog gibt. Fröhliches Fest und guten Rutsch gehabt zu haben, allerseits!

Dass es hier solange still war, lag aber nur in letzter Konsequenz an Weihnachtsfeierei, guter Rutscherei und Winterurlaub. Vor allem lag es daran, dass ich viel gehandarbeitet habe, statt darüber zu schreiben. Nun aber, da das neue Jahr blank und glitzernd wie ein frischer Allgäu-Schneeteppich vor und das alte Jahr mitsamt seiner adventlichen Hochleistungs-Geschenkeproduktion hinter mir liegt, wird es Zeit für eine nachträgliche Bescherung. (Schließlich wollte ich vor Weihnachten noch nichts verraten …)

Hier also kommt er, der Rest vom Fest, die Bilanz des Geschenke-Popanz‘:

1. Pumphosen-Manufaktur

IMG_7609

Weil 2014 ein äußerst fruchtbarer Jahrgang war, gab es viele kleine Menschen zu bescheren. Das wunderbare E-Book Frida 2.0 vom Milchmonster hatte ich schon einmal in seiner Freebook-Version (nur kleine Größen) für den häuslichen Gebrauch getestet…

20140910_191500

… und für so gut befunden, dass ich es mir nun noch als Komplettfassung gegönnt und eine weihnachtliche Pumphosen-Manufaktur eröffnet habe:

IMG_7603IMG_7612IMG_7610

IMG_7621

Zusätzlich habe ich auch noch das Freebook RAS vom Nähfrosch ausprobiert (das Ergebnis aber vergessen einzeln zu fotografieren, im Gruppenbild ist es ganz rechts zu sehen, in grün). Das Modell ist noch eine Spur leichter zu nähen als die Frida und ein bisschen gerader, weniger pumpig geschnitten.

Den Schnitt für die Halstücher habe ich mir anfangs selbst abgenommen und bei den weiteren Modellen habe ich dann die Freebook-Schablone Baby-Basics Nr. 1 von Krumme Nadel verwendet.

Die Stoffe (wie auch die nun folgenden) stammen alle entweder vom Stoffmarkt Holland oder von Martino-Stoffe – und auf der Suche nach Bündchenware habe ich im Frankfurter Brückenviertel ein neues, sehr niedliches kleines (glaube ich noch Homepage-loses) Näh-Lädchen namens „Nähe Main“ entdeckt.

2. Loop-Whoop!

IMG_7630

Loops sind eines meiner Lieblingsgeschenke. Einfach, aber wirkungsvoll. Nachdem zu einem früheren Weihnachten die Männer der Familie beschenkt wurden, waren dieses Mal ein paar Loops für die Damenwelt dran:

IMG_7629IMG_7631IMG_7633

IMG_7632

3. Kleidsames und Gesocks

IMG_7596IMG_7597

IMG_7601

Fürs Patenkind habe ich mich an dieses hübsche Modell von Drops gewagt (mitsamt der passenden Drops-Baby-Merino-Wolle). Und weil das ein wenig länger dauerte als gedacht, ist vom letzten Geschenk nur die Hälfte pünktlich fertig geworden:

IMG_7930

(Das lag aber offen gestanden nicht nur am rotweißen Kleidchen, sondern auch daran, dass das hübsche Sockenmuster Maeva von Stefanie Bold auf Ravelry sich mit 2er-Nadeln, schwarzer Wolle und Winterabendmüden Augen nur sehr, sehr langsam strickt. Nachmacher*innen sollten sich also besser schon im Frühling an die Nadeln setzen. Und nicht erst Ende November …)

So, und was habt ihr so verschenkt? Oder geschenkt bekommen? Ich freue mich auf eine schöne Bescherung und Inspiration für den nächsten Geschenke-Reigen!