Ein Star in Puschen

Lange schon wollte ich euch Sohnemanns Weihnachtshose zeigen (die in der Nacht zu Heiligabend ratzfatz fertig wurde und auch weit im neuen Jahr viel und gerne getragen wird). Nun habe ich auch einen aktuellen Anlass. Denn Sohnemann hat, nachdem er aus seinen Turnschuh-Puschen endgültig herausgewachsen ist, ein neues Paar Schläppchen bekommen. Und als sie fertig waren, merkte ich, wie wunderbar sie sich in ihrem sternenverzierten roten Leder schon unterm Weihnachtsbaum gemacht hätten – und wie schön sie nun zum Sternchen-Jeansstoff besagter Hose passen:

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Ein wenig sehen die neuen Schuhe noch nach Entenfüßen aus, weil ich mir nicht die Mühe gemacht habe, Sohnemanns Füße exakt zu vermessen und den Schnitt anzupassen. So ist gerade noch ein bisschen Luft, aber er läuft trotzdem flott und fröhlich darin herum.

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Was die Schnittmuster angeht, wird das hier ein kleiner Werbepost für Klimperklein, wie ich gerade merke. Denn die Latzhose aus Sternchenjeans vom Stoffmarkt Holland habe ich zum zweiten Mal nach dem E-Book-Schnitt „Strampelhose“ genäht, den ich hier schon einmal ausprobiert hatte (damals aber leider so knapp zugeschnitten, dass ich statt Knöpfen mit leich verlängerten Klemm-Schnallen an den Trägern arbeiten musste – die ständig abfielen, weshalb die Hose letztlich nicht allzu oft im Einsatz war). Und die Hausschuhe aus meinen einst online georderten Lederrest-Vorräten sind ebenfalls nach einem Klimperklein-Schnitt entstanden: dem „Puschen“-E-Book, das wunderbar viele Variationsmöglichkeiten bietet.

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Zwischenzeitlich hatte ich übrigens auch schon mal ein weiteres Puschen-Paar verschenkt. Die sahen so aus:

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Da es noch gar keine März-Linkparty beim Kiddikram gibt, verlinke ich heute erstmal nur beim Creadienstag und bei Made4boys.

 

Verschenkter Regenbogen

Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich ja andauernd schöne Dinge verschenken. Und vor allem nur noch Selbstgemachtes. Zu jeder Geburt, jedem Geburtstag und jedem auch zu Weihnachten. Ideen habe ich so viele im Kopf, alleine es fehlt die Zeit zur Umsetzung.

Und so kriegt nicht jeder liebe Mensch zu jedem Anlass ein selbstgemachtes Geschenk – aber irgendwann trifft es dann doch fast jeden in meinem engeren Umfeld.

Zu Weihnachten waren es dieses Mal meine Nichte und meine Patentochter, beides Mädchen im Kindergartenalter, denen ich eine Regenbogen-Stifterolle genäht und befüllt habe. Die tolle Anleitung von „Das mach‘ ich nachts“ hatte ich mir schon lange abgespeichert. In den letzten Tagen vor Weihnachten habe ich dann endlich mal meine Stoffvorräte geplündert, bunte Ballen auf dem Fußboden hin- und hergeschoben und Stifteregenbögen hin- und hergerollt, bis ich mich schließlich für eine schöne Auswahl und Reihenfolge entschieden hatte. Der blaue Grundstoff kam eher zufällig dazu – ich hatte nichts passendes Neutrales mehr im Schrank, zumindest nicht in schön fest-stabiler Qualität und das Stoffgeschäft um die Ecke war auch nicht gut mit z.B. festem Leinenstoff o.ä. bestückt. Grau, weiß, schwarz sahen irgendwie nicht schön kinderfröhlichbunt aus als Grundstoff und so wurde es dieses strahlende Blau.

Die Anleitung habe ich leicht abgewandelt, weil ich dicke Buntstifte genommen und deshalb die Streifen breiter zugeschnitten habe. Insgesamt ist eine Stiftemappe im ausgerollten Zustand am Ende knapp über einen Meter lang geworden …

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Ab damit zum Creadienstag. Und eine schöne Woche euch!

 

Und was war mit dem Weihnachtskleid?

… Das ist tatsächlich (fast) fertig geworden.

Aber erstmal ein wunderschönes Neues, euch allen!

Dass es zu Jahresende so still hier im Blog wurde und ich mich gar nicht zum letzten Termin des Weihnachtskleid-Sewalongs zu Wort und Bild gemeldet habe, lag an einer verdammt stressigen Vorweihnachtswoche, in der ein kränkelndes Sohnemännchen die dicht getaktete To-Do-Liste entgültig über den Haufen geworfen hat.

Trotzdem habe ich es aber noch irgendwie geschafft, das Weihnachtskleid noch einigermaßen fertigzustellen. Nicht zum 20.12., aber so, dass ich es Heiligabend unterm Baum tragen konnte – zwar ungesäumt, aber das hat eh nur der Liebste gesehen, Sohnemanns Aufmerksamkeit war restlos von seiner neuen Spielküche in Beschlag genommen. Vor lauter trauter Familienglückseligkeit im Kerzenlichte habe ich ganz vergessen Fotos zu machen (oder machen zu lassen) und dann waren wir auch schon auf und davon im (grünen) Winterurlaub.

Der tapfer vor sich hinnadelnde Weihnachtsbaum hat uns zuhause wieder begrüßt und darf die Tage dann noch als Kulisse für nachträgliche Weihnachtskleid-Fotos herhalten. Und dann kriegt ihr auch gleich noch Bilder von Sohnemanns Weihnachtshose und ein paar DIY-Geschenken nachgeliefert.

Bis dahin, lebt euch gut ein in 2016!

Geschenke zum Anlehnen

Statt Kind- und Kegel-Kleidung gibt es heute kurz mal zwei Kissen zu sehen. Zwei liebe Freunde haben am Wochenende Geburtstag gefeiert. Und weil die beiden ein grünes Sofa ihr eigen nennen, hatte ich schon lange die Idee, einen meiner nigerianischen Waxprint-Stoffe (hier schon einmal zu sehen, es ist aber keiner aus Schwiegermamas Nachlass) zu Kissen zu verarbeiten. Ich finde, das geometrische Muster eignet sich ganz hervorragend für gepolsterte Quadrate:

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Schöner Weise habe ich noch jede Menge von dem tollen Stoff übrig, die Waxprints werden immer in großen Ballen verkauft. Insofern werde ich bei Gelegenheit noch Kleidung oder vielleicht auch noch weitere Kissen für den Eigengebrauch nähen, so als knalligen Hingucker auf dem heimischen roten Sessel und Sofa:

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Die Kissenhüllen sind 40 mal 40 Zentimeter groß und mit Reißverschluss genäht. Wer dafür eine Anleitung braucht, findet sie zum Beispiel hier bei Lillesol und Pelle  kostenlos, gut verständlich, bebildert und alternativ auch mit Knöpfen statt Reißverschluss zu nähen.

Weitere Kissen (sehr viel anspruchsvoller als meine) gibt es bei der Kissenschlacht-Linkparty zu sehen.

Eine schöne Woche euch allen!

Handgemachte Vorsätze

Noch ist das neue Jahr frisch und neu, wenigstens ein bisschen. Und ehe es endgültig alt und abgehangen ist, setze ich mir hier noch fix ein paar handgemachte Vorsätze. (Verwerfen kann ich sie dann später immer noch … 😉 )

1. Let love be your energy! Auch mal was für meinen Mann nähen/stricken. Außer einem Loop (und einem nicht mehr vorzeigefähigen Strickschal) ist da in den letzten Jahren echt noch nicht viel abgefallen … und natürlich weiterhin ganz viel für den Sohnemann.

2. Mehr Muster! Die eigenen Fair Isle-Skillz verbessern (oder Norwegermuster oder wie auch immer man es nennen möchte). So ganz hab ich den Dreh noch nämlich noch nicht raus, wie man die mitlaufenden Fäden auf der Rückseite exakt so straff zieht, dass sich das Muster auf der Vorderseite optimal entfaltet, das Strickstück aber nicht verzieht. Bisherige Versuche siehe hier und hier. Tipps, anyone? Und kann diese Steek-Technik oder wie sie heißt da Abhilfe schaffen?

3. Detailtreue! Neue Anschlagtechniken lernen, elegantere Randmaschen stricken, schöner vernähen… – und verstehen, wie das eigentlich genau mit dem Spannen/Dämpfen von frisch entnadeltem Strickzeug funktioniert. Sofern überhaupt bemüht, hat meine „Technik“ diesbezüglich meist wenig bewirkt und Ränder (z.B. dieser Decke) rollen sich immer noch munter ein.

4. Platz schaffen zum ersten! Den Kurzwaren-Messi in mir ein wenig zügeln und auch mal Stoffe und Wolle aus den diversen Kisten, Körben, Schubladen und Taschen in den Untiefen unserer Wohnung verwenden und nicht umgehend durch neue Stoff- und Wollberge ersetzen. (Nur durch ganz besonders schöne, nötige… 😉 )

5. Platz schaffen zum zweiten! Falls wir bald mal eine neue Wohnung finden und falls wir dann den Platz haben: eine richtig schöne Handarbeitsecke einrichten. So richtig mit Garnrollenhalter an der Wand und schön gefalteten Stoffen im Regal und so. Statt mit Nähmaschine zwischen Laptop und Drucker auf dem Schreibtisch und Stoffzuschnitt auf dem Bett oder Wohnzimmerfußboden (träum weiter!).

6. Ego streicheln! Sprich: immer mal wieder nette Kleinigkeiten für mich selbst herstellen. Weniger kaufen. Die eigene Garderobe mit immer schöneren und immer passgenaueren Lieblingsteilen aufpimpen und umgehend beim Me Made Mittwoch präsentieren!

7. Upcyclen! All jene überflüssigen Kleidungsstücke, die im Schrank verstauben, einer neuen Bestimmung zuführen – und sei es nur als Bündchen/Tascheneingriff einer Babypumphose oder Rückseite eines Sabbertuchs. Reißverschlüsse, Knöpfe, etc. raustrennen und im Nähnerd-Ersatzteillager verwahren. T-Shirt-Garn herstellen. Einen Beekeepers-Quilt aus Wollresten stricken. Oder so.

8. Stressfrei schenken! Also vor allem: rechtzeitig planen. Einen DIY-Geburstags- und Weihnachtsgeschenkkalender anlegen oder so und gemütlich übers Jahr hinweg abarbeiten (Weil es ja sonst doch immer dasselbe Gestresse ist. Siehe hier, hier oder hier.). Dann komme ich zur Abwechslung vielleicht sogar mal dazu, mich an einem Weihnachtskleid-Sewalong oder einem Frühlingsjäckchen-Knitalong oder ähnlich schönen Aktionen zu beteiligen.

So, das soll fürs erste reichen. Und ihr so? Auch irgendwelche Vorsätze fürs Handarbeitsjahr gefasst?

Der Rest vom Fest

Es hat sehr geweihnachtet. Im Winterurlaub hat es sehr geschneit. Und schwupps, war das Jahr vorbei und fast hätte ich vergessen, dass es diesen Blog gibt. Fröhliches Fest und guten Rutsch gehabt zu haben, allerseits!

Dass es hier solange still war, lag aber nur in letzter Konsequenz an Weihnachtsfeierei, guter Rutscherei und Winterurlaub. Vor allem lag es daran, dass ich viel gehandarbeitet habe, statt darüber zu schreiben. Nun aber, da das neue Jahr blank und glitzernd wie ein frischer Allgäu-Schneeteppich vor und das alte Jahr mitsamt seiner adventlichen Hochleistungs-Geschenkeproduktion hinter mir liegt, wird es Zeit für eine nachträgliche Bescherung. (Schließlich wollte ich vor Weihnachten noch nichts verraten …)

Hier also kommt er, der Rest vom Fest, die Bilanz des Geschenke-Popanz‘:

1. Pumphosen-Manufaktur

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Weil 2014 ein äußerst fruchtbarer Jahrgang war, gab es viele kleine Menschen zu bescheren. Das wunderbare E-Book Frida 2.0 vom Milchmonster hatte ich schon einmal in seiner Freebook-Version (nur kleine Größen) für den häuslichen Gebrauch getestet…

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… und für so gut befunden, dass ich es mir nun noch als Komplettfassung gegönnt und eine weihnachtliche Pumphosen-Manufaktur eröffnet habe:

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Zusätzlich habe ich auch noch das Freebook RAS vom Nähfrosch ausprobiert (das Ergebnis aber vergessen einzeln zu fotografieren, im Gruppenbild ist es ganz rechts zu sehen, in grün). Das Modell ist noch eine Spur leichter zu nähen als die Frida und ein bisschen gerader, weniger pumpig geschnitten.

Den Schnitt für die Halstücher habe ich mir anfangs selbst abgenommen und bei den weiteren Modellen habe ich dann die Freebook-Schablone Baby-Basics Nr. 1 von Krumme Nadel verwendet.

Die Stoffe (wie auch die nun folgenden) stammen alle entweder vom Stoffmarkt Holland oder von Martino-Stoffe – und auf der Suche nach Bündchenware habe ich im Frankfurter Brückenviertel ein neues, sehr niedliches kleines (glaube ich noch Homepage-loses) Näh-Lädchen namens „Nähe Main“ entdeckt.

2. Loop-Whoop!

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Loops sind eines meiner Lieblingsgeschenke. Einfach, aber wirkungsvoll. Nachdem zu einem früheren Weihnachten die Männer der Familie beschenkt wurden, waren dieses Mal ein paar Loops für die Damenwelt dran:

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3. Kleidsames und Gesocks

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Fürs Patenkind habe ich mich an dieses hübsche Modell von Drops gewagt (mitsamt der passenden Drops-Baby-Merino-Wolle). Und weil das ein wenig länger dauerte als gedacht, ist vom letzten Geschenk nur die Hälfte pünktlich fertig geworden:

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(Das lag aber offen gestanden nicht nur am rotweißen Kleidchen, sondern auch daran, dass das hübsche Sockenmuster Maeva von Stefanie Bold auf Ravelry sich mit 2er-Nadeln, schwarzer Wolle und Winterabendmüden Augen nur sehr, sehr langsam strickt. Nachmacher*innen sollten sich also besser schon im Frühling an die Nadeln setzen. Und nicht erst Ende November …)

So, und was habt ihr so verschenkt? Oder geschenkt bekommen? Ich freue mich auf eine schöne Bescherung und Inspiration für den nächsten Geschenke-Reigen!

Morgen Kinder, wird’s was geben!

Der Himmel ist strahlend blau. Die Sonne hat mir beim Kinderwagen-Sport am Main lange Schatten über die Schultern ins Herbstlaub geworfen. Ach Herbst, was bist du schön!

Aber trotz allem liegt ein wenig Winter in der Luft. Und Weihnachten. Beim Gang vor die Tür hat mich heute erstmals die Kälte in die Finger gezwickt und Sohnemanns Hamsterbacken tiefgekühlt. Auf dem Römerberg trägt die Tanne schon längst Lichter und Schleifen und die Weihnachtsmarktbuden warten darauf, ab morgen literweise Glühwein in durstige After-Work-Kehlen zu spucken.

Ich komme also nicht umhin, mein hier gegebenes Versprechen einzulösen und zumindest zwei kleine Weihnachtsgeschenke-Tipps für die Kleinsten preiszugeben. Oder auch Geburtsgeschenke-Tipps, schließlich ist Weihnachten ja auch die Feier einer Geburt – und Babys kommen ohnehin das ganze Jahr über auf die Welt.

Man kann sie, gerade jetzt im Winter, natürlich wunderbar mit selbstgestrickten Jäckchen, Mützen oder ganzen Outfits oder Decken beschenken. Aber das dauert (zumindest bei mir) dann doch ganz schön lange. Deshalb tun es hier und dort vielleicht auch ein paar klitzekleine Kleinigkeiten, die man auch noch fertigbekommt, wenn man zum Adventsstart noch kein einziges Geschenk fertig hat.

1. Chucks für kleine Hipster-Babys

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Dieses Modell ist nicht nur ein toller Wollresteverwerter, sondern hat als Geschenk auch einen hohen Coolness-Faktor. Leider sind meinem eigenen Sohn die Dinger schon längst zu klein – ich empfehle, die Schühchen (nach der Anleitung von Cillidesign auf Ravelry) einfach ein bisschen größer zu stricken. Gehäkelt werden die kleinen Sneaker vielleicht noch etwas formschöner – Anleitungen dazu gibt es zum Beispiel hier, hier oder auch zahlreiche auf Ravelry – aber da ich lieber stricke, war ich mit der gewählten Anleitung ganz zufrieden und habe die Chucks auch schon mehrfach verschenkt.

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2. Schnuffeltier zum Liebhaben

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Kuscheltiere bekommen kleine Erdenbürger natürlich noch und nöcher geschenkt. Da finde ich es – ganz pragmatisch betrachtet – immer schön, wenn sie quasi einen doppelten Nutzen haben. Deswegen nähe ich gerne Schnuffeltüchertiere, die man herrlich vollsabbern, rumtragen, anknabbern kann, oder was auch immer Babys/Kleinkinder damit so anstellen möchten.

Man nehme: ein mehr oder weniger quadratisches (oder rechteckiges, oder rundes oder wie auch immer geformtes …) Stück Frottee (wer mag, kann dafür auch ein Handtuch recyclen!) und ein gleich großes Stück Kontraststoff (ich habe Baumwolle genommen, bestimmt gehts auch mit Jersey o.ä.).

Je nach Tierart kann man dann noch kurze oder lange Beine aus Frottee und Kontraststoff zuschneiden. Wenn man die rechs auf rechts zusammengenäht und gewendet hat, legt man sie in den Ecken zwischen Frottee- und Stoffquadrat, sodass die „Füße“/“Hände“ nach innen zeigen und näht den „Körper“ rundherum rechts auf rechts zusammen, wobei die Arme/Beine in den Ecken mitgefasst werden. An der oberen Seite lässt man mittig eine Wendeöffnung, in die später noch der Kopf des Tieres eingesetzt wird. Wenden und in die Arme/Beine evtl. noch einen Knoten machen.

Für obiges Modell, das mein Sohn momentan vollspeichelt, habe ich den Kopf nach dem Schnitt von diesem Kuschelhasen zugeschnitten, mit Bastelwolle gefüllt, und dann an der offenen Kante des Schnuffeltuchs festgenäht. Fertig, noch ohne besticktes Gesicht, sah das dann insgesamt so aus:

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Nach demselben Prinzip hergestellt und verschenkt (vorher aber nicht fotografiert) habe ich auch schon Frösche und Lämmer. Prinzipiell geht das sicher mit sämtlichen Viechern, tobt euch aus!

So, und ich schaue mal, ob ich mir beim Creadienstag oder beim November-Kiddikram noch ein paar Anregungenen für Geschenke holen kann!

Weihnachten? Geschenkt.

Alle Jahre wieder ist es dasselbe in Grün. Im Januar denke ich mir: nie wieder diesen Stress. Dieses Jahr wird alles besser. Ich werde mir, wann immer mir eine Idee für ein Weihnachtsgeschenk für irgendwen kommt, diese sofort notieren, ach was, sofort umsetzen/kaufen/bestellen/whatever, ich werde meinen Lieben die geheimen Wünsche das Jahr über von den Augen ablesen, werde schon im Mai nette Kleinigkeiten und kleine Nettigkeiten auf sonnenbeschienenen Märkten erstehen und in schönwetterleergefegten Geschäften; ich werde im Juli in der Sonne liegen und bis in die laue Nachtluft hinein wie nebenbei an Weihnachtsgeschenken stricken, werde auf der Buchmesse im Herbst genau das finden, wonach es den literarischen Seelen meines Umfelds verlangt und werde Fotos so früh entwickeln, dass sie spätestens am ersten Advent auf selbstgemachten, liebevoll beschriebenenen Weihnachtskarten kleben, die ich gemeinsam mit fernreisenden Päckchen in verwaiste Postfilialen trage.

Wenn es draußen kalt und dunkel ist, werde ich mir eine Kerze anzünden, die Beine hochlegen und denken: wie schön, dass ich so gut vorgesorgt habe. Ich backe ein paar Plätzchen, packe die letzten Geschenke ein und erfreue mich an dem Gedanken an Fußgängerzonen im Vorfeiertagsfieber, die heuer ohne mich delirieren.

Tatsächlich ist es dann so, dass mir im November einfällt: Dieses Jahr mache ich alles selbst. Ich bin Feuer und Flamme. Ich schreibe eine Liste mit Vorhaben für die jährlich wachsende Familie, in der mittlerweile so um die 30 Leute beschenkt werden wollen. Und dann fange ich irgendwann im Dezember an, eine Mütze für den Herrn Papa zu stricken, weil ihm die alte wieder irgendwo vom Kopf gehopst ist. Der Dezember rennt davon und ich merke: ich werde keine 30 Strickpullover mehr fertigstellen, ja, noch nicht mal Pulswärmer sind noch drin und die Mütze für den Herrn Papa wird erst im Morgengrauen des 24. Dezembers abgekettet sein (vielleicht lassen sich die Fäden noch unauffällig unterm Weihnachtsbaum vernähen?). Mir dräut nun, dass ich bald adventsfußgängerzonenfiebern werde, weil die Online-Bestellfristen ablaufen und ich immer noch nicht weiß, was ich den 90 Prozent Männern meiner Familie diesmal schenken soll.

Na ja, den Rest könnt ihr euch denken. (Vollgestopfte Einkaufspassagen-Rolltreppen am 23. Dezember, Schweißausbrüche in Winterklamotte, Last-Christmas-I-gave-you-my-SHUTTHEFUCKUP!-Aggressionen zwischen blinkenden Rentier-Lichterketten, irrlichternder was-kaufe-ich-bloß-Blick zwischen Regalen voller Geschenke-Schund, stundenlanges Anstehen in der letzten verbliebenen Postfiliale umme Ecke … NÄCHSTES JAHR MACHE ICH ALLES ANDERS!)

Nun, es ist wieder November, Baby. Natürlich habe ich dieses Jahr nicht alles anders gemacht, aber selbstredend habe ich wieder die hochtrabende Hoffnung, das Ruder so gerade noch rumreißen zu können. Und deshalb suche ich eure schönsten DIY-Geschenk-Ideen für Tanten zwischen 60 und 70, für eine Horde großer Brüder, für Väter, die nicht mehr so jung sind, wie sie sich fühlen, für Neffen/Nichten, die alle Jahre wieder unter Geschenkebergen versinken und für alle anderen natürlich auch.

Ich biete euch dafür im Tausch auch ein paar kleine Anregungen. Nix wahnsinnig Ausgefallenes, aber gut umsetzbare Geschenke und Geschenk-kompatibles Selbstgenutztes, das schon vor längerer Zeit entstand (will ja schließlich nicht meine diesjährigen Geschenke schon vorzeitig vor den Augen der zu-Beschenkenden veröffentlichen) – Baby-Dinge sind ausgenommen, die folgen noch in einem seperaten Beitrag.

1. Schals für Herren um-die-30

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Geschenke, bei denen man in Serienproduktion gehen und trotzdem individuelle Details anbringen kann, sind die besten. Denkt jetzt bloß nicht, ihr könntet ernsthaft einem halben Dutzend Brüdern/Ehemännern/Cousins Schals stricken, das schafft ihr eh nicht (oder ICH nicht). Aber nähen könntet ihr sie, das ist auch in den letzten Vorweihnachtstagen noch zu schaffen. Für dieses Modell habe ich dereinst zwei Stoffbahnen von ca. 160 x 30 Zentimetern zugeschnitten (geht auch schmaler/kürzer). Am besten eignen sich Jersey oder andere dehnbare Stoffe, in die ich hier und da kurze Streifen schöner Wollstoffe eingesetzt habe (ist in die Gesamtlänge schon mit eingerechnet).

Beide Stoffbahnen rechts auf rechts aufeinander legen, die Längsseiten absteppen, wenden bügeln, und dann noch die kurzen Seiten zusammennähen (letztes Stück von Hand).

Diverse Tutorials für solche Schlauchschals oder Loops gibt es zum Beispiel hier, hier oder hier. Und natürlich lassen sich Loops auch für Frauen oder Kinder nähen, je nach eurem familiären Bedarf …

2. Stulpen für kalte (Frauen-) Hände

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Zugegeben: Verschenkt habe ich diese schönen Stulpen nicht, dafür trage ich sie selber zu gerne. Aber nach diesem tollen Strickmuster lässt sich da vergleichsweise fix auch noch ein Paar für Mütter, Großmütter, Schwestern, Töchter, Schwägerinnen, Freundinnen oder andere liebe Menschen stricken. Und wer mag und ausreichend Zeit hat, schenkt vielleicht auch gleich noch die passende Mütze dazu. (Und denkt dran, das Bündchen mit dünneren Nadeln zu stricken, damit es am Ende nicht so ausgeleiert sitzt wie bei mir! BTW: Lässt sich das eigentlich im Nachhinein irgendwie schön straffen, ohne dass man gleich ein neues Bündchen dranstrickt?)

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3. Ein Tusch für Taschen!

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Taschen sind so ein Ding, das jeder gerne in verschiedensten Ausführungen hat/gerne hätte, für das sich aber schnell (zu) viel Geld ausgeben lässt, das man dann häufig doch lieber in ein Kleidungsstück investiert. Von daher sind sie ein schönes Geschenk, das sich wahlweise ganz einfach aber auch sehr aufwändig gestalten lässt, je nach Wunsch/Vermögen/Zeit.

Eine Wickeltasche und eine Clutch habe ich euch hier schon mal gezeigt. Das schöne an obigem Modell („Luna“ von Machwerk) ist, dass es sich wenden lässt – da hat der/die Beschenkte dann sogar gleich zwei Taschen in einer. Und überhaupt jede Menge Stauraum. (Bitte nicht so genau auf meine Umsetzung achten: die Tasche stand ganz am Beginn meines Näh-Revivals und ist nicht so ganz optimal geworden damals …)

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