Ein Weihnachtskleid im Januar

Ich habe es versprochen, euch noch Bilder meines allerersten Weihnachtskleides nachzuliefern, nachdem ich es nicht mehr rechtzeitig zum Weihnachtskleid-Sewalong-Finale vorzeigen konnte. Und hier sind sie, sogar noch mit Weihnachtsbaum, rustikal in Szene gesetzt, ehe die Müllabfuhr die letzten Nadeln eingesammelt hat.

Viele Worte zum Kleid brauche ich eigentlich nicht mehr verlieren, den Entstehungsprozess könnt ihr hier nachlesen, der Schnitt stammt aus der Burdastyle.

Aber ein kleines Fazit möchte ich doch noch ziehen:

  • Stoff und Schnitt passen eigentlich überhaupt nicht zusammen: der Stoff ist so dünn, dass er eigentlich hätte unterfüttert werden müssen, was beim Schnitt aber nicht vorgesehen (und mir zu umständlich) war.
  • Die Rückseite ist grandios gescheitert: das asymmetrische Rockunterteil verträgt sich nicht mit den Karos und ich hatte nicht genug Stoff, um das Riesenteil wenigstens so zuzuschneiden, dass Ober- und Unterteil unauffällig aufeinandertreffen. Beste Lösung wäre es gewesen, die Rückseite vertikal in einem Stück zuzuschneiden, ohne die schräge Trennung.
  • Ob die Raffung jetzt richtig/optimal sitzt, ich weiß es nicht: ich habe die entsprechende Stelle, wo der Riegel an der Seite eingezogen wird ungefähr dreimal getrennt, das Drappé-Detail mal strammer, mal weniger stramm gezogen. Jetzt lasse ich es einfach so.
  • Ich muss dringend lernen, Schnitte auf meine Figur anzupassen. So richtig, richtig gut haben die selbstgenähten Teile bislang leider nie gesessen – und bei diesem vertrackten Schnitt wüsste ich im Nachhinein auch gar nicht, wo ich was anpassen sollte, um die Passform zu verbessern.
  • Who cares: irgendwie gefällt mir das Teil ja doch. Und vielleicht lässt es sich sogar als Sommerkleid umfunktionieren – dünn genug ist es ja.

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So, nun wird das gute Stück noch zum MeMadeMittwoch geschickt. Da ist heute das Motto „Meine Lieblingskleidung in 2015“ – und da ich für mich selbst im vergangenen Jahr tatsächlich nur das Weihnachtskleid genäht habe, passt es da ganz prima rein. 🙂

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Und was war mit dem Weihnachtskleid?

… Das ist tatsächlich (fast) fertig geworden.

Aber erstmal ein wunderschönes Neues, euch allen!

Dass es zu Jahresende so still hier im Blog wurde und ich mich gar nicht zum letzten Termin des Weihnachtskleid-Sewalongs zu Wort und Bild gemeldet habe, lag an einer verdammt stressigen Vorweihnachtswoche, in der ein kränkelndes Sohnemännchen die dicht getaktete To-Do-Liste entgültig über den Haufen geworfen hat.

Trotzdem habe ich es aber noch irgendwie geschafft, das Weihnachtskleid noch einigermaßen fertigzustellen. Nicht zum 20.12., aber so, dass ich es Heiligabend unterm Baum tragen konnte – zwar ungesäumt, aber das hat eh nur der Liebste gesehen, Sohnemanns Aufmerksamkeit war restlos von seiner neuen Spielküche in Beschlag genommen. Vor lauter trauter Familienglückseligkeit im Kerzenlichte habe ich ganz vergessen Fotos zu machen (oder machen zu lassen) und dann waren wir auch schon auf und davon im (grünen) Winterurlaub.

Der tapfer vor sich hinnadelnde Weihnachtsbaum hat uns zuhause wieder begrüßt und darf die Tage dann noch als Kulisse für nachträgliche Weihnachtskleid-Fotos herhalten. Und dann kriegt ihr auch gleich noch Bilder von Sohnemanns Weihnachtshose und ein paar DIY-Geschenken nachgeliefert.

Bis dahin, lebt euch gut ein in 2016!

Neu bemützt

Einen schönen ersten Advent allerseits! Eigentlich hatte ich geplant, zur Feier des Tages meine ersten Weihnachtskleid-Nähte beim Weihnachtskleid-Sewalong des MeMadeMittwoch vorzuzeigen. Aber dort wird heute das Winterjacken-Sewalong-Finale gefeiert und das Weihnachtskleid muss aussetzen.

So komme ich endlich mal dazu, euch das Ergebnis herbstlicher Fernsehabend-Strickereien zu zeigen. Denn die Mütze vom letzten Jahr, passt Sohnemann nun nicht mehr recht über die Ohren. Also habe ich zur Jacke passende Wolle besorgt (Lana Grossa Bingo) und daraus eine fixe Ringelmütze mit Bommel und passendem Schal gestrickt. Das schöne an dem Muster „Double Rip Toddler Hat“ von Torun Espe auf Ravelry.com ist, dass sich unter dem Bündchen auch Ohrenklappen verstecken mit Bindeschnüren – die perfekte Kleinkindmütze, die mittlerweile täglich im Einsatz ist (es gibt die Mütze auch noch in einer schönen Zopfmusterversion, die ich eigentlich erst stricken wollte, aber da ich zwei Farben besorgt hatte, die Maschenzahl wegen dickerer Wolle reduziert hatte und vor allem einfach schnell fertig werden wollte, habe ich mich dann für die einfache Ringelversion entschieden). Der dazu passende Schal ist aus der Restwolle ohne Muster ganz simpel zwei-rechts-zwei-links gestrickt, mit ein paar Streifen und wirr abstehenden Fransen … 😉

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Oben habe ich schon die Mütze vom letzten Winter verlinkt. Dazu gehörten auch eine passende Jacke und Hose – und schöner Weise passt die Jacke immer noch und wird viel und gerne getragen:

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Die Hose hingegen ist nun zu weit: seit Sohnemann nicht mehr mit vollgefuttertem Bäuchlein auf dem Rücken liegt, sondern den lieben langen Tag herumläuft, rutscht ihm die Hose nach wenigen Schritten runter. Habt ihr einen Tipp, was man da machen kann? Gummiband einziehen? Innen irgendwas gegennähen?IMG_9277

Verlinkt bei Made4Boys, Kiddikram, Meitlisache.

Work-Blog-Balance nach Ende der Elternzeit

Vielleicht hätte ich mich mit Sohnemanns 1. Geburtstag hier einfach direkt verabschieden sollen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht so eine Vorahnung hatte, dass ich mit Rückkehr zum Vollzeitjob kaum noch zum Handarbeiten, geschweige denn zum drüber Bloggen kommen würde.

Aber ich habe mich gesträubt. Ich habe weiter Fotos gemacht, ich habe sogar das ein oder andere neue genäht. Immer in der Hoffnung, eines Abends dann doch mal die Muße zu finden, hier wieder etwas hochzuladen und ein paar Worte darüber zu verlieren. Doch irgendwie sind die Wochen nur so dahingerast und nun ist es bald schon vier (!) Monate einfach still hier.

Wie macht ihr anderen näh- und strickbloggenden, Vollzeit arbeitenden Mütter (und Väter) das denn bitte so? Oder besser: wann? Entspannt und erfreut euch das Bloggen tatsächlich noch, wenn der Arbeits-Haushalt-Kind-Wahnsinn irgendwann abends damit endet, dass die Lütten ratzen und ihr euch eigentlich am liebsten gleich mit ins Bett legen würdet? Oder gerade drum? Erzählt doch mal, wie ihr das meistert!

Wenn ich abends zwischen 18.30 und 19.30 Uhr nach Hause komme (familienfreundliche Arbeitszeiten, my ass!), verabschiedet sich oft genug der Liebste direkt zur Arbeit, derweil ich das Sohnemännchen beknuddele, bespaße und beknie, irgendwann die Äuglein zuzumachen (20.30 Uhr, wenn’s gut läuft) und nebenbei das übliche Kastanie-im-Schuh, Reiswaffel-auf-dem-Boden, Bücher-im-Bad, Kartoffeln-in-der-Spielzeugkiste-Chaos des Tages notdürftig beseitige. Wenn ich dann noch einen Happen gegessen habe, ist allerhöchstens noch ein bisschen meditatives vor-der-Glotze-Stricken drin.

Am Wochenende stehen dann Einkäufe, Wäsche und pipapo an, im besten Falle ein bisschen gemeinsame Familienzeit, wenn keiner von beiden Sonntagsdienst hat. Das kann auch ein herrlicher Herbstspaziergang über den Stoffmarkt Holland sein (hach …) – nur: die Stoffe wandern dann leider direkt wieder ins Vorratsregal. Zum Nähen komme ich nur, wenn ich mir freie Tage nehme (und die wollen dann meistens auch noch für zehn andere Sachen genutzt werden.

Aber genug der Jammerei, irgendwie läuft das Hamsterrad dann ja doch. Und irgendwie habe ich in all den Wochen hier und da dann ja doch noch etwas fertiggestellt. Eine Zwergenmütze nach Schnitt von Schnabelina zum Beispiel, passend zur schon länger getragenen Elefantenhose.

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Sie lässt sich auch wenden und mit der schlichten Seite prima zum neuen Täschling (ein wahrlich großartiger und extrem wandelbarer Schnitt von Allerleikind!) kombinieren, für den ich nach über einem Jahr endlich mal ein bisschen von dem Sternen-Jersey vom Stoffmarkt vernäht habe, sowie den herrlichen grünen Cord, der im Frühjahr auch schon mal ein Geschenk abgeworfen hatte. (Ab damit zu Cord, Cord, Cord!).20151010_15245620151010_160041

Gerne kombiniert wird der Täschling übrigens mit den Geburtstags-Puschen nach Schnitt von Klimperklein, die eigentlich ein etwas schiefer und krummer Probeversuch sein sollten, letztlich aber die bislang einzigen Puschen für Sohnemann geblieben (und nun fast schon wieder zu klein …) sind:

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Mit einem zweiten Puschenversuch (ich kann dabei aus einem reichen Fundus an Lederresten schöpfen, die ich hier mal als Paket erstanden habe, Farbwünsche werden dabei auch weitestgehend berücksichtigt!) leider etwas schmal geworden, wurde der frischgeborene Sohn eines Kollegen beschert:

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Für einen zweiten Täschling habe ich den tollen, tollen Birch-Flanell mit Charley Harpers „Foxsimiles“ verwendet, den ich zusammen mit wunderbar schmeichelweichen Jerseys in der Eulenmeisterei bestellt hatte. Die Stoffe sind ein absoluter Traum – und der Schnitt (diesmal in der Version ohne Knickerbocker-Bündchen) wirkt noch mal ganz anders, finde ich (endlich mal eine Gelegenheit, sich Greenfietsens Fuchs-Linkparty anzuschließen!).

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So, damit beschließe ich diesen Rundumschlag für heute. Mal sehen, in wie vielen Tagen, Wochen, Monaten ihr wieder von mir hört … – ich verspreche liebe nichts, nehmt mir’s nicht krumm und erzählt in der Zwischenzeit fleißig, wie ihr so klarkommt im Job-Familie-DIY-Hamsterrad.

Weitere Verlinkungen: Made4Boys, Kiddikram.

Affen, Birnen und ein Fuchs im Wald

Ich komme einfach nicht hinterher. Mal mit dem Nähen, mal mit dem Bloggen, mal mit beidem. Damit es hier nicht noch länger still bleibt, zeige ich jetzt einfach mal drei Baby-Outfits am Stück vor, schließlich sind sie schon seit über einem Monat fertig und in Gebrauch.

1. Äpfel & Birnen

Sohnemann war zu seinem ersten Kindergeburtstag eingeladen und hat seinem Krabbelfreund eine fruchtige Shirt-Hosen-Kombi mitgebracht:

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Der Hosenschnitt ist mal wieder „Streaky Legs“ aus Ottobre 1/2015. Leider fiel mir auch hier hinterher auf, dass die Längenangaben für das durchzuziehende Gummiband viel zu üppig sind, entsprechend ist die (ohnehin noch zu große) Hose ziemlich weit ausgefallen. Das muss ich künftig ein wenig anpassen – oder so wie hier lieber ein Bauchbündchen annähen. Und fürs Shirt hat wieder der kostenlose Schnitt von Fabrik der Träume hergehalten, beides in Größe 86.

Die Stoffkombi gefällt mir so ausgesprochen gut, dass ich aus den großen Resten eigentlich auch noch gerne ein Outfit für Sohnemann nähen würde, allein: siehe oben.

Jedenfalls handelt es sich um einen grasgrünen Fein-Cord und einen Birnen-ApfelVogel-Jersey vom letzten Stoffmarktbummel, sowie rote Rippbündchen von Nähe Main.

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Das Geburtstagskind hat beides noch an Ort und Stelle probegetragen:

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2. Affen-Schatzinsel

Sohnemann, oben links im Bild, trug zum selben Anlass seinen neuen Spielanzug nach dem Schnitt „Toucan and Tiger“ aus der Ottobre 3/2014, ebenfalls Größe 86, weshalb der Einteiler noch etwas schlackert und die kurzen Hosenbeine (zumindest im Stand) noch so ’ne Art Dreiviertellänge ergeben:

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Der lustige Affenstoff ist ein Lillestoff-Rest, den ich schon letztes Jahr auf dem Stoffmarkt gefunden hatte. (Gibt es zum Beispiel hier zu kaufen)

Sehr zufrieden bin ich mit meinem Zuschnitt, weil die geteilten Rückenteile so gut ineinander übergehen. Weniger zufrieden bin ich mit Halsausschnitt und rückseitiger Windelklappe, die ich wohl beim Versäubern mit Bündchenstreifen zu doll gedehnt habe, jedenfalls sehen sie ganz ausgeleiert aus …

Während ich mich daran aber schon fast gewöhnt habe und mich trotzdem dran freue, wie herrlich sich der Anzug zum Sandkasten-Toben eignet, ärgere ich mich jedes Mal beim An- und Ausziehen über die billigen Tchibo-Plastik-Druckknöpfe. Von denen hatte ich mir mal ein ganzes Set samt Zange besorgt und sie sind einfach der letzte Schrott. Denn beim Auf- und Zuknöpfen lösen sie sich immer vom Stoff, egal wie oft ich mit der Zange nachhelfe. Kauft die bloß nicht nach!! So werde ich die Knöpfe wohl leider alle nochmal ablösen und durch haltbarere Modelle ersetzen müssen. (Habt ihr da einen Tipp, abgesehen von den recht teuren Prym-Knöpfen?)

3. Ein Fuchs im Wald

Es hört gar nicht mehr auf mit dem Kindersegen im (Familien- und) Freundeskreis. Und deshalb durfte ich kürzlich zur Abwechslung mal wieder ein kleines Mädchen benähen. Weil der schöne Birch-Bio-Interlockjersey aus der Eulenmeisterei nicht ganz gereicht hat, habe ich das „Birdie Birdie“-Langarmkleid aus der Ottobre 1/2015 kurzerhand zum Trägerkleidchen umgewandelt und die Armausschnitte entsprechend mit Bündchenstreifen versäubert:

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Fuchs & co feiern auf dem süßen Stoff eine Party im Walde – und ich schicke alle Outfits gesammelt zu den diversen Kinder-Linkpartys, namentlich Kiddikram, Made4Boys und Cord, Cord, Cord. Viel Spaß damit!

Elefantöses Getöse

Seit ich unlängst einen Haufen Lieblingsstoffe in der Eulenmeisterei bestellte, sind bei uns die Elefanten los. (So hört es sich im übrigen auch an, wenn Sohnemann sich an allem hochzieht, was seine Krabbelpfade kreuzt…) Das erste elefantöse Getöse im Kinderzimmer kündigte sich hier bereits an und nun ist zur ersten Hose noch ein weiteres Outfit fürs Sohnemännchen hinzugekommen (mal wieder mit einer gewissen Vorliebe für Gelb-Türkis-Petrol-Kombinationen …).

Angefangen hat es zur Abwechslung  mit einer Frida 2.0, einem Babyhosenschnitt, den ich nur immer wieder wärmstens empfehlen kann und der mir seit der Weihnachts-Massenproduktion auch schon recht routiniert von der Hand geht.

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Wie es sich für so ein richtiges Elefanten-Outfit gehört, ist es meinem (eigentlich recht großgewachsenen) Sohn, der seit dem Robb- und Krabbelstart seinen ganzen Babyspeck abtrainiert hat, noch zu groß. Die Fridas fallen aber auch erfahrungsgemäß immer ziemlich üppig aus. Ich habe dieses Mal Größe 80 gewählt, die Sohnemann mit 9,5 Monaten sonst durchaus schon gut ausfüllen kann, die im Falle der Frida aber noch ein wenig schlackert, aber das macht ja nichts. Seine maritime Anker-Frida in Größe 74 trägt er dafür schon seit Monaten (hier sieht man ihm übrigens bei einer nahrhaften Schnittpapier-Restemahlzeit …) und so wird es bei der Elefanten-Frida wohl auch sein – sie wächst einfach mit.

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Weil ich noch einige Elefanten übrig hatte und weil der wonnig-weiche Bio-Petrol-Jersey vom Stoffmarkt ja auch schon für Frida-Taschen und -Patches hergehalten hat, habe ich dann noch ein passendes Sweatshirt dazu genäht. Nachdem sich aber bereits die Hosentaschen beim Nähen total verzogen haben, hätte ich eigentlich vorgewarnt sein sollen: Dieser Jersey und ich werden keine Freunde mehr.

Während Elefanten-Applikation und Armpatches sich dank Vliesofix noch als recht pflegeleicht erwiesen …

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… war die restliche Pullover-Produktion ein einziger Krampf. Der Jersey hat sich gedehnt, wo er sich nicht dehnen sollte und wurde vom Unterfaden in die Maschine reingesaugt, steckte fest, ja, verwuchs nahezu mit dem Spulengehäuse – was habe ich geflucht! Das Garn derweil vertrieb sich die Zeit mit unpassender Fadenspannung und der Saum des ganzen Wunderwerks wellte sich so munter vor sich hin, dass Surfer ihre Freude daran hätten.

Aber genug der sarkastischen Metaphern. Irgendwie habe ich das Ding dann doch noch fertig gestellt. Betonung auf irgendwie. Man ignoriere darum bitte höflich die erwähnten Saumwellen, den mal wieder viel zu weiten Schlabber-Halsausschnitt und den zerlöcherten Stoff am Ärmelsaum, den ich im übrigen mit unterschiedlichen Stichen abgesteppt habe. Das war NATÜRLICH, äh, ganz genau so geplant. Nicht.

Wie auch immer, hier ist das Teil, …

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… das immerhin, wie geplant, zur Hose passt – und (in Größe 86 erneut nach diesem kostenlosen Schnitt von Fabrik der Träume genäht) ebenfalls noch ein wenig schlackert.

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Von vorne, wie von hinten elefantös:

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Nun aber ab ins Wochenende – und natürlich zum Kiddikram und Made4Boys.

P.S. Gerade habe ich die lustige Linkparty „Elefantenliebe“ entdeckt – da MUSS ich all meine Elefanten natürlich auch noch hinschicken!

Spontane Sonntagshose

Gestern war Stoffmarkt Holland. Strahlender Sonnenschein, stoffsüchtig drängelnde Nähnerd-Massen, akuter Kaufrausch – ihr kennt das, Stoffmarkt eben. Während mir in der warmen Frühlingssonne und angesichts der viel zu vielen schönen Stoffe bald der Schweiß ausbrach, hatte das stoffelnde Getümmel auf Sohnemann eine geradezu meditative Wirkung: er schlief ein (und muttern kaufte unbemerkt noch mehr Stoffe).

So lassen sich auf dem Balkon gerade senfgelber Cord, orange bevogelte Baumwolle und grün-rote Jerseybirnen die Vorwäsche aus den Fasern tropfen. Und obwohl ich außerdem noch siebziger-Jahre-Retroblümchen, noch mehr Cord und jede Menge Bündchen gekauft habe – habe ich gestern, kaum vom Stoffmarkt zurückgekehrt, einen fast vergessenen Riley Blake-Webstoff (Penny Lane Collection) aus dem Regal gezogen, den ich schon vor Jahren gekauft hatte.

Daraus wurde dann diese spontane Sonntagshose …

Pünktchenhose

… die wie ich finde viel besser zum kürzlich bereits vorgestellten Krabbeltier-Sweatshirt passt, als die ursprünglich geplante Upcycling-Jeans-Pumphose (die aber auch schon zugeschnitten ist). Der Schnitt ist erneut „Streaky Legs“ aus der Ottobre 1/2015, wobei ich diesmal oben ein schmales Saumbündchen angesetzt habe, statt Gummiband einzuziehen. Die Fußbündchen sind nur etwa halb so lang geworden, wie im Schnitt vorgesehen, weil ich nicht mehr so viel von dem Stoff übrig hatte – aber so gerne ich breite Krempelbündchen mag, ich finde, die machen sich auch so ganz gut. Und nachdem ich bislang hauptsächlich Jerseykleidung für Sohnemann genäht habe, bin ich ganz angetan von der Webstoff-Variante.

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(Sowohl Sweatshirt, als auch Hose bieten mit Größe 86 noch viel Raum zum richtig Reinwachsen. Ich finde ja, wenn man sich schon die Mühe macht, Babykleidung zu nähen, dann soll sie doch wenigstens auch so lang wie möglich halten … 😉 ).

Mit einer Verlinkung zu Kiddikram und Made4Boys verabschiede ich mich in den Abend und wünsche euch eine schöne Woche!

Das Ende der Vorfrühlingsfaulheit

Zuallererst muss ich mich bedanken. Bedanken bei all jenen treuen Leser*innen, die trotz monatelanger Stille meinerseits Tag für Tag meine Blogseiten aufgerufen haben. Ich bin ehrlich gerührt! Und entschuldige mich im zweiten Schritt für eben jene Stille, die zum einen einem recht spontanen Umzug und zum anderen der nach stressigen Kistenpack- und -schlepp-Wochen akut einsetzenden Vorfrühlingsfaulheit zu schulden ist. Viel schneller (und schöner!) als erwartet kam im Februar nämlich plötzlich eine neue Wohnung des Weges, die wir dann innerhalb von nur zwei Wochen holterdiepolter beziehen konnten. Da blieb irgendwie keine Zeit, sich hier höflich abzumelden …

Nun aber ist es Zeit, mich mal wieder zu Wort zu melden. Denn der Umzug an sich hat neben besagter Faulheit eigentlich vor allem jede Menge DIY-Motivation mit sich gebracht – habe ich doch jetzt tatsächlich so etwas wie ein Nähzimmer! Ein Plätzchen, in dem sich meine Stoffe ganz ungestört breitmachen dürfen und an dem ein Nähtisch steht, unter dem Sohnemann fleißig Krimskramstüten inspizieren und Schnittpapierfetzen aus dem Mülleimer fischen kann. Zumindest einer meiner „guten Vorsätze“ oder vielmehr Wünsche für dieses Handarbeitsjahr ist damit schon mal in Erfüllung gegangen. Da näht es sich doch gleich viel besser. Zumal ich schon längst einige Ottobre-Modelle testen wollte und außerdem kürzlich dem Dawanda-Lovedeal nicht widerstehen konnte und mir (natürlich entgegen des guten Vorsatzes, erstmal Vorräte aufzubrauchen …) die aller-wunderschönsten Bio-Jerseys von Birch in der Eulenmeisterei bestellt habe.

Und nun, da die herrliche Frühlingssonne überall Blumen und gute Laune hervorzaubert, habe ich auch endlich mal ein paar Fotos von den fertigen Frühlings-Teilen für den kleinen Mann, der in den vergangenen Wochen das große Krabbeln begann, geschossen. IMG_8369

Fürs erste Outfit habe ich allerdings tatsächlich erstmal Reste aufgebraucht. Da der grüne Kinderjersey vom Stoffmarkt Holland nach der Weihnachtsgeschenkeproduktion nicht mehr ganz für komplette Kleidungsstücke reichte, habe ich ihn mit einem sehr feinen, glänzenden Jersey in Dunkelblau, den ich schon vor Jahren mal bei JP Stoffexport in der Frankfurter Innenstadt besorgt hatte, kombiniert. Die Schnitte stammen aus der Ottobre 3/2014: Die kurze Jerseyhose „Baboon“ mit Popoeinsatz in Kontraststoff (Ösen und Bindeband habe ich weggelassen …) und das T-Shirt „Spot Fish“ ergeben zusammen nun ein, wie ich finde an Sporttrikots erinnerndes, Krabbel-Outfit in Größe 80. Die Ärmel finde ich relativ schmal geschnitten, die Dreiviertelhose sieht in Kombi mit Strumpfhosen noch ein wenig nach Hochwasserhose aus, aber nun ja …

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Nun aber zu den Birch-Jerseys.

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Diese wunderschönen Elefanten zieren nun die Sweathose „Streaky Legs“ aus Ottobre 1/2015 in Größe 86. Das eingezogene Gummiband scheint mir viel zu weit zu sein, obwohl ich es schon kürzer als in der Anleitung angegeben zugeschnitten habe. Vermutlich trenne ich den Bund also nochmal auf oder setze sogar ein Stück von dem perfekt passenden roten Bündchenstoff von „Nähe Main“ oben an, was meint ihr? IMG_8384IMG_8386IMG_8397

Da ich noch ein bisschen von dem halben Meter Stoff übrig habe, werde ich wohl noch ein passendes unifarbenes Shirt mit Elefanten-Akzenten zur Hose dazu nähen. Oder eine Zipfelmütze. Oder einfach ein Halstuch, mal schauen. Ganz verliebt bin ich auch in diesen Kribbel-Krabbel-Jersey von Birch, der perfekt in frühlingshaftes Gebüsch passt:

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Eigentlich wollte ich daraus das „Meow Meow“-Sweatshirt aus der Ottobre 1/2015 nähen, dafür reichte der Stoff aber nicht aus. Stattdessen habe ich mich nun erstmals an einem Kreuzausschnitt versucht und das Shirt nach der kostenlosen Anleitung von Fabrik der Träume in Größe 86 genäht. Der Ausschnitt ist noch eher so semiprofessionell geworden, das liegt aber eher an mir und dem Bündchenstreifen-Gefriemel als an der Anleitung…IMG_8382

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Sohnemann trägt es jetzt schon, obwohl die Ärmel noch ein bisschen lang sind und der schöne Stoff eigentlich viel zu schade zum Boden-Staubwedeln ist… Insektenshirt

Die Reste des Käferstoffes geben wahrscheinlich noch ein paar hübsche Taschenaufsätze oder Patches für eine aus alten Jeans upcycelte Frida-Pumphose her. Weitere Birch-Schnäppchen liegen schon auf dem Nähtisch, ein Lillestoff-Spielanzug ist bereits in Babys Kleiderschrank eingezogen (und wird hier präsentiert, sobald er passt und das Wetter kurzärmelige und -beinige Einteilermode erlaubt…).

Und uiuiuiui: morgen gastiert mal wieder der Stoffmarkt Holland in Frankfurt! Mit dem Vorsatz, keine neuen Stoffberge anzuhäufen, wird das also wohl nichts mehr dieses Jahr. Dafür gibts aber hoffentlich bald wieder neue Anlässe zum Bloggen … Bis dahin, genießt den Frühling!

Und ich schicke meine Frühlings-Auferstehung noch fix zum April-Kiddikram und Made4Boys.

P.S. Gerade habe ich die lustige Linkparty „Elefantenliebe“ entdeckt – da MUSS ich all meine Elefanten natürlich auch noch hinschicken!

MMM-Minirock

Ich war ja echt gerne schwanger. Aber das schöne am Nichtmehrschwangersein (neben Sohnemann natürlich!) ist, dass mein Kleiderschrank plötzlich wieder ganz andere Outfits ausspuckt als letztes Jahr um diese Zeit, als gerade überall die Knöpfe und Reißverschlüsse nicht mehr zugehen wollten.

Zum Beispiel dieses hier, das ich mit Vergnügen zum heutigen MeMadeMittwoch schicke:

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Der an sich ganz harmlose Minirock war nach diesem Burdastyle-Schnitt recht fix genäht. Und obwohl ich eine Weile damit gehadert habe, ob der knallorange Reißverschluss wirklich eine gute Idee war und ob die Blasebalgtaschen tatsächlich so gut aussehen wie sie praktisch sind, habe ich mich nach längerer Abstinenz gerade wieder ganz neu verliebt in diesen Rock (nur leider hat’s mir gerade eine Laufmasche in die farblich perfekt passende Strumpfhose gerissen, verdammt …!). Von schlicht bis peppig gibt er je nach kombiniertem Outfit viele Tragemöglichkeiten her.

Der blaue Wollstoff mit orangen Karos stammt – na, woher wohl? – vom Stoffmarkt Holland. Und um den Hals trage ich dazu einen irgendwann mal mit ganz schneller (dicker) Nadel im Patentmuster gestrickten Loop.

Hier noch ein paar Detailaufnahmen vom Rock (wie immer etwas knittrig, ich bügele einfach überhaupt nicht gerne … :-p):

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So und jetzt bin ich gespannt, was die anderen Nähnerds so zum #MMM geschickt haben (und wie euch mein MMM-Minirock gefällt)!

Der Rest vom Fest

Es hat sehr geweihnachtet. Im Winterurlaub hat es sehr geschneit. Und schwupps, war das Jahr vorbei und fast hätte ich vergessen, dass es diesen Blog gibt. Fröhliches Fest und guten Rutsch gehabt zu haben, allerseits!

Dass es hier solange still war, lag aber nur in letzter Konsequenz an Weihnachtsfeierei, guter Rutscherei und Winterurlaub. Vor allem lag es daran, dass ich viel gehandarbeitet habe, statt darüber zu schreiben. Nun aber, da das neue Jahr blank und glitzernd wie ein frischer Allgäu-Schneeteppich vor und das alte Jahr mitsamt seiner adventlichen Hochleistungs-Geschenkeproduktion hinter mir liegt, wird es Zeit für eine nachträgliche Bescherung. (Schließlich wollte ich vor Weihnachten noch nichts verraten …)

Hier also kommt er, der Rest vom Fest, die Bilanz des Geschenke-Popanz‘:

1. Pumphosen-Manufaktur

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Weil 2014 ein äußerst fruchtbarer Jahrgang war, gab es viele kleine Menschen zu bescheren. Das wunderbare E-Book Frida 2.0 vom Milchmonster hatte ich schon einmal in seiner Freebook-Version (nur kleine Größen) für den häuslichen Gebrauch getestet…

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… und für so gut befunden, dass ich es mir nun noch als Komplettfassung gegönnt und eine weihnachtliche Pumphosen-Manufaktur eröffnet habe:

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Zusätzlich habe ich auch noch das Freebook RAS vom Nähfrosch ausprobiert (das Ergebnis aber vergessen einzeln zu fotografieren, im Gruppenbild ist es ganz rechts zu sehen, in grün). Das Modell ist noch eine Spur leichter zu nähen als die Frida und ein bisschen gerader, weniger pumpig geschnitten.

Den Schnitt für die Halstücher habe ich mir anfangs selbst abgenommen und bei den weiteren Modellen habe ich dann die Freebook-Schablone Baby-Basics Nr. 1 von Krumme Nadel verwendet.

Die Stoffe (wie auch die nun folgenden) stammen alle entweder vom Stoffmarkt Holland oder von Martino-Stoffe – und auf der Suche nach Bündchenware habe ich im Frankfurter Brückenviertel ein neues, sehr niedliches kleines (glaube ich noch Homepage-loses) Näh-Lädchen namens „Nähe Main“ entdeckt.

2. Loop-Whoop!

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Loops sind eines meiner Lieblingsgeschenke. Einfach, aber wirkungsvoll. Nachdem zu einem früheren Weihnachten die Männer der Familie beschenkt wurden, waren dieses Mal ein paar Loops für die Damenwelt dran:

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3. Kleidsames und Gesocks

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Fürs Patenkind habe ich mich an dieses hübsche Modell von Drops gewagt (mitsamt der passenden Drops-Baby-Merino-Wolle). Und weil das ein wenig länger dauerte als gedacht, ist vom letzten Geschenk nur die Hälfte pünktlich fertig geworden:

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(Das lag aber offen gestanden nicht nur am rotweißen Kleidchen, sondern auch daran, dass das hübsche Sockenmuster Maeva von Stefanie Bold auf Ravelry sich mit 2er-Nadeln, schwarzer Wolle und Winterabendmüden Augen nur sehr, sehr langsam strickt. Nachmacher*innen sollten sich also besser schon im Frühling an die Nadeln setzen. Und nicht erst Ende November …)

So, und was habt ihr so verschenkt? Oder geschenkt bekommen? Ich freue mich auf eine schöne Bescherung und Inspiration für den nächsten Geschenke-Reigen!