Und was war mit dem Weihnachtskleid?

… Das ist tatsächlich (fast) fertig geworden.

Aber erstmal ein wunderschönes Neues, euch allen!

Dass es zu Jahresende so still hier im Blog wurde und ich mich gar nicht zum letzten Termin des Weihnachtskleid-Sewalongs zu Wort und Bild gemeldet habe, lag an einer verdammt stressigen Vorweihnachtswoche, in der ein kränkelndes Sohnemännchen die dicht getaktete To-Do-Liste entgültig über den Haufen geworfen hat.

Trotzdem habe ich es aber noch irgendwie geschafft, das Weihnachtskleid noch einigermaßen fertigzustellen. Nicht zum 20.12., aber so, dass ich es Heiligabend unterm Baum tragen konnte – zwar ungesäumt, aber das hat eh nur der Liebste gesehen, Sohnemanns Aufmerksamkeit war restlos von seiner neuen Spielküche in Beschlag genommen. Vor lauter trauter Familienglückseligkeit im Kerzenlichte habe ich ganz vergessen Fotos zu machen (oder machen zu lassen) und dann waren wir auch schon auf und davon im (grünen) Winterurlaub.

Der tapfer vor sich hinnadelnde Weihnachtsbaum hat uns zuhause wieder begrüßt und darf die Tage dann noch als Kulisse für nachträgliche Weihnachtskleid-Fotos herhalten. Und dann kriegt ihr auch gleich noch Bilder von Sohnemanns Weihnachtshose und ein paar DIY-Geschenken nachgeliefert.

Bis dahin, lebt euch gut ein in 2016!

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Antwort von Burda

Warum es in der Burda Style so wenig Diversity gibt, hatte ich hier kürzlich gefragt. Nun hat mir die Redaktion via Facebook geantwortet. Ich teile die Antwort einfach mal unkommentiert:

Liebe M., liebe Autorin des Blogs „Bestrickend umgarnt, Danke für deine Nachricht. Das Thema beschäftigt uns und wir würden gerne unsere Sicht darauf schildern: Wir sind ein internationales Medium und stolz darauf, Menschen auf der ganzen Welt mit unserer Mode zu erreichen. Burda Style gibt es in 100 Ländern rund um den Globus und das Magazin erscheint in 17 Sprachen. Wie du richtig sagst, ist unsere Leserschaft bunt. Das freut uns. Das gleiche gilt auch für unser Team, in dem Menschen aus verschiedenen Ländern arbeiten. In der Tat präsentieren in der Burda Style oft blonde Models unsere Mode. Das heißt natürlich nicht, dass wir unsere Schnitte „nur für weiße Frauen“ machen würden, wie du schreibst. Ganz im Gegenteil, unsere Mode ist für alle – rund um die Welt. Deine Anregung zu noch mehr Vielfalt werden wir dennoch aufnehmen. Wir hoffen, dass du auch weiterhin Spaß an unserer Mode hast und Teil unserer bunten Leserschaft bleibst. Dein Burda Style-Team

Von Kopf bis Fuß auf Winter eingestellt

Es ist vollbracht, der Winter kann kommen: mein Sohn ist eingekleidet. Quasi von Kopf bis Fuß auf Winter eingestellt:

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Angefangen hatte ich das ganze etwas früher im Herbst und für Ärmel und Hosenbeine habe ich erstmals auf meine neuen Bambus-Nadelspiele zurückgegriffen, sie für gut befunden – und natürlich gleich eine Nadel zerbrochen (draufgesetzt …).

Die Strickmuster sind alle von Drops Design, ebenso die Wolle „Delight“ in blau-beige. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, ein bisschen muss ich Drops allerdings auch schelten – aber dazu später.

Im einzelnen sind es folgende Kleidungsstücke geworden:

1. Pilotenmütze

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Das gute Stück ist einfädig gestrickt mit 2,5er-Nadeln. Und auch, wenn ich mir lange nicht vorstellen konnte, wie aus dem seltsam zickzackförmigen Strickstück am Ende eine Mütze werden sollte, ist es eben das nach ein bisschen zusammennähen am Ende doch geworden und ist seit kurzem schon im Einsatz (Bindebänder habe ich weggelassen – muttern mag das fummelige Zeug nicht stricken und Sohnemann mag es nicht ums Kinn geknotet haben …). Ich liebe den Farbverlauf, der bei der Mütze besonders schön herausgekommen ist:

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2. Söckchen

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Ein wunderbares Strickmuster, ganz fix gestrickt – wenn nur das blöde Zusammennähen am Ende nicht wäre, aber gut, das ging auch vorbei. Zufälligerweise waren meine Restknäuele farblich fast identisch, sodass ich ohne viel Gewickel zwei annähernd gleichaussehende Schühchen hinbekommen habe:

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3. Raglanjacke

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Anders als meine bisherigen Raglanjäckchen wird dieses Modell nicht von oben nach unten in einem Stück gestrickt, sondern von unten nach oben und die separat gestrickten Ärmel dann mit aufgenommen. Dadurch entsteht ein größeres Loch unterm Arm, das am Ende dann noch zusammengenäht werden muss. Die Knöpfe sind aus Kokosnussholz mit Keramikoberfläche.

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Anders als Mütze und Socken wird die Jacke mit dickeren Nadeln (4 und 4,5) und zweifädig gestrickt und hat entsprechend einen ganz anderen, weniger akkuraten Farbverlauf, ähnlich wie die …

4. Hose

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Auch dieses Modell ist zweifädig gestrickt (Nadeln 3,5) und kommt im Gegensatz zu den anderen Stücken fast gänzlich ohne Näherei aus (nur ein kleiner Schlitz im Schritt muss geschlossen werden). Wie auch bei der Jacke die Ärmel sind die Hosenbeine unterschiedlich gemustert, da ich nicht alle Knäuel abwickeln wollte, um ähnlichfarbigen Faden zu finden.

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Und nun, wie angekündigt, zu meiner Drops-Schelte: An sich bin ich mit den Strickmustern ja hochzufrieden. Die Größenangaben sind allerdings ein wenig wirr, denn die Stücke fallen teils kleiner, teils größer als angegeben aus, was nicht alleine mit meinem Strickverhalten und der überdurchschnittlichen Größe meines Sohnes zu erklären ist. Ich habe folgende Größen gewählt:

1. Mütze: Entsprechend der Zentimeterangaben habe ich 12-18 Monate gewählt – sie fällt entsprechend aus und passt meinem Sohn im Grunde jetzt schon mit 4 Monaten, ist aber wohl groß genug, dass er sie auch den ganzen Winter über noch tragen kann, da ist noch Luft. Ganz im Gegensatz zu ….

2. den Socken: Die habe ich, entsprechend der Zentimeterangaben, eine Größe kleiner gestrickt (6-9 Monate). So sollten sie eigentlich 11 Zentimeter-Füßchen passen, sind aber den 10-Zentimeter-Füßen meines Sohnes jetzt schon fast zu eng. Es geht gerade noch, aber vermutlich muss ich bald noch ein zweites, größeres Paar nachstricken. (Obwohl ich mich doch eigentlich jetzt an die Weihnachtsgeschenke setzen wollte, verdammt!)

3. Die Jacke: Deren Größe fällt völlig aus dem Rahmen. Ich habe sie sogar vorsorglich schon in der kleineren Größe (6-9 Monate) angeschlagen, trotzdem ist sie riesig und fällt eigentlich sogar noch größer aus als:

4. Die Hose, die ich in Größe 12-18 Monate gestrickt habe und die mein Sohn jetzt schon trägt. Zwar gekrempelt und sicherlich auch noch einige Monate, aber bis ihm die dem Schnitt nach eigentlich kleinere Jacke passt, ist er aus der Büx vermutlich schon wieder rausgewachsen.

Die zweite Drops-Schelte gilt der (an sich sehr schönen) Wolle. Denn in mehreren Knäuelen war der Faden geknotet und zudem verheddert/verfilzt der Faden relativ schnell.

Aber davon abgesehen, war alles gut und: der Winter kann kommen!

Und bei euch? Zeigt mir eure Winter-Kinder-Outfits!