Elefantöses Getöse

Seit ich unlängst einen Haufen Lieblingsstoffe in der Eulenmeisterei bestellte, sind bei uns die Elefanten los. (So hört es sich im übrigen auch an, wenn Sohnemann sich an allem hochzieht, was seine Krabbelpfade kreuzt…) Das erste elefantöse Getöse im Kinderzimmer kündigte sich hier bereits an und nun ist zur ersten Hose noch ein weiteres Outfit fürs Sohnemännchen hinzugekommen (mal wieder mit einer gewissen Vorliebe für Gelb-Türkis-Petrol-Kombinationen …).

Angefangen hat es zur Abwechslung  mit einer Frida 2.0, einem Babyhosenschnitt, den ich nur immer wieder wärmstens empfehlen kann und der mir seit der Weihnachts-Massenproduktion auch schon recht routiniert von der Hand geht.

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Wie es sich für so ein richtiges Elefanten-Outfit gehört, ist es meinem (eigentlich recht großgewachsenen) Sohn, der seit dem Robb- und Krabbelstart seinen ganzen Babyspeck abtrainiert hat, noch zu groß. Die Fridas fallen aber auch erfahrungsgemäß immer ziemlich üppig aus. Ich habe dieses Mal Größe 80 gewählt, die Sohnemann mit 9,5 Monaten sonst durchaus schon gut ausfüllen kann, die im Falle der Frida aber noch ein wenig schlackert, aber das macht ja nichts. Seine maritime Anker-Frida in Größe 74 trägt er dafür schon seit Monaten (hier sieht man ihm übrigens bei einer nahrhaften Schnittpapier-Restemahlzeit …) und so wird es bei der Elefanten-Frida wohl auch sein – sie wächst einfach mit.

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Weil ich noch einige Elefanten übrig hatte und weil der wonnig-weiche Bio-Petrol-Jersey vom Stoffmarkt ja auch schon für Frida-Taschen und -Patches hergehalten hat, habe ich dann noch ein passendes Sweatshirt dazu genäht. Nachdem sich aber bereits die Hosentaschen beim Nähen total verzogen haben, hätte ich eigentlich vorgewarnt sein sollen: Dieser Jersey und ich werden keine Freunde mehr.

Während Elefanten-Applikation und Armpatches sich dank Vliesofix noch als recht pflegeleicht erwiesen …

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… war die restliche Pullover-Produktion ein einziger Krampf. Der Jersey hat sich gedehnt, wo er sich nicht dehnen sollte und wurde vom Unterfaden in die Maschine reingesaugt, steckte fest, ja, verwuchs nahezu mit dem Spulengehäuse – was habe ich geflucht! Das Garn derweil vertrieb sich die Zeit mit unpassender Fadenspannung und der Saum des ganzen Wunderwerks wellte sich so munter vor sich hin, dass Surfer ihre Freude daran hätten.

Aber genug der sarkastischen Metaphern. Irgendwie habe ich das Ding dann doch noch fertig gestellt. Betonung auf irgendwie. Man ignoriere darum bitte höflich die erwähnten Saumwellen, den mal wieder viel zu weiten Schlabber-Halsausschnitt und den zerlöcherten Stoff am Ärmelsaum, den ich im übrigen mit unterschiedlichen Stichen abgesteppt habe. Das war NATÜRLICH, äh, ganz genau so geplant. Nicht.

Wie auch immer, hier ist das Teil, …

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… das immerhin, wie geplant, zur Hose passt – und (in Größe 86 erneut nach diesem kostenlosen Schnitt von Fabrik der Träume genäht) ebenfalls noch ein wenig schlackert.

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Von vorne, wie von hinten elefantös:

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Nun aber ab ins Wochenende – und natürlich zum Kiddikram und Made4Boys.

P.S. Gerade habe ich die lustige Linkparty „Elefantenliebe“ entdeckt – da MUSS ich all meine Elefanten natürlich auch noch hinschicken!

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2 Gedanken zu „Elefantöses Getöse

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