Das Ende der Vorfrühlingsfaulheit

Zuallererst muss ich mich bedanken. Bedanken bei all jenen treuen Leser*innen, die trotz monatelanger Stille meinerseits Tag für Tag meine Blogseiten aufgerufen haben. Ich bin ehrlich gerührt! Und entschuldige mich im zweiten Schritt für eben jene Stille, die zum einen einem recht spontanen Umzug und zum anderen der nach stressigen Kistenpack- und -schlepp-Wochen akut einsetzenden Vorfrühlingsfaulheit zu schulden ist. Viel schneller (und schöner!) als erwartet kam im Februar nämlich plötzlich eine neue Wohnung des Weges, die wir dann innerhalb von nur zwei Wochen holterdiepolter beziehen konnten. Da blieb irgendwie keine Zeit, sich hier höflich abzumelden …

Nun aber ist es Zeit, mich mal wieder zu Wort zu melden. Denn der Umzug an sich hat neben besagter Faulheit eigentlich vor allem jede Menge DIY-Motivation mit sich gebracht – habe ich doch jetzt tatsächlich so etwas wie ein Nähzimmer! Ein Plätzchen, in dem sich meine Stoffe ganz ungestört breitmachen dürfen und an dem ein Nähtisch steht, unter dem Sohnemann fleißig Krimskramstüten inspizieren und Schnittpapierfetzen aus dem Mülleimer fischen kann. Zumindest einer meiner „guten Vorsätze“ oder vielmehr Wünsche für dieses Handarbeitsjahr ist damit schon mal in Erfüllung gegangen. Da näht es sich doch gleich viel besser. Zumal ich schon längst einige Ottobre-Modelle testen wollte und außerdem kürzlich dem Dawanda-Lovedeal nicht widerstehen konnte und mir (natürlich entgegen des guten Vorsatzes, erstmal Vorräte aufzubrauchen …) die aller-wunderschönsten Bio-Jerseys von Birch in der Eulenmeisterei bestellt habe.

Und nun, da die herrliche Frühlingssonne überall Blumen und gute Laune hervorzaubert, habe ich auch endlich mal ein paar Fotos von den fertigen Frühlings-Teilen für den kleinen Mann, der in den vergangenen Wochen das große Krabbeln begann, geschossen. IMG_8369

Fürs erste Outfit habe ich allerdings tatsächlich erstmal Reste aufgebraucht. Da der grüne Kinderjersey vom Stoffmarkt Holland nach der Weihnachtsgeschenkeproduktion nicht mehr ganz für komplette Kleidungsstücke reichte, habe ich ihn mit einem sehr feinen, glänzenden Jersey in Dunkelblau, den ich schon vor Jahren mal bei JP Stoffexport in der Frankfurter Innenstadt besorgt hatte, kombiniert. Die Schnitte stammen aus der Ottobre 3/2014: Die kurze Jerseyhose „Baboon“ mit Popoeinsatz in Kontraststoff (Ösen und Bindeband habe ich weggelassen …) und das T-Shirt „Spot Fish“ ergeben zusammen nun ein, wie ich finde an Sporttrikots erinnerndes, Krabbel-Outfit in Größe 80. Die Ärmel finde ich relativ schmal geschnitten, die Dreiviertelhose sieht in Kombi mit Strumpfhosen noch ein wenig nach Hochwasserhose aus, aber nun ja …

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Nun aber zu den Birch-Jerseys.

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Diese wunderschönen Elefanten zieren nun die Sweathose „Streaky Legs“ aus Ottobre 1/2015 in Größe 86. Das eingezogene Gummiband scheint mir viel zu weit zu sein, obwohl ich es schon kürzer als in der Anleitung angegeben zugeschnitten habe. Vermutlich trenne ich den Bund also nochmal auf oder setze sogar ein Stück von dem perfekt passenden roten Bündchenstoff von „Nähe Main“ oben an, was meint ihr? IMG_8384IMG_8386IMG_8397

Da ich noch ein bisschen von dem halben Meter Stoff übrig habe, werde ich wohl noch ein passendes unifarbenes Shirt mit Elefanten-Akzenten zur Hose dazu nähen. Oder eine Zipfelmütze. Oder einfach ein Halstuch, mal schauen. Ganz verliebt bin ich auch in diesen Kribbel-Krabbel-Jersey von Birch, der perfekt in frühlingshaftes Gebüsch passt:

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Eigentlich wollte ich daraus das „Meow Meow“-Sweatshirt aus der Ottobre 1/2015 nähen, dafür reichte der Stoff aber nicht aus. Stattdessen habe ich mich nun erstmals an einem Kreuzausschnitt versucht und das Shirt nach der kostenlosen Anleitung von Fabrik der Träume in Größe 86 genäht. Der Ausschnitt ist noch eher so semiprofessionell geworden, das liegt aber eher an mir und dem Bündchenstreifen-Gefriemel als an der Anleitung…IMG_8382

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Sohnemann trägt es jetzt schon, obwohl die Ärmel noch ein bisschen lang sind und der schöne Stoff eigentlich viel zu schade zum Boden-Staubwedeln ist… Insektenshirt

Die Reste des Käferstoffes geben wahrscheinlich noch ein paar hübsche Taschenaufsätze oder Patches für eine aus alten Jeans upcycelte Frida-Pumphose her. Weitere Birch-Schnäppchen liegen schon auf dem Nähtisch, ein Lillestoff-Spielanzug ist bereits in Babys Kleiderschrank eingezogen (und wird hier präsentiert, sobald er passt und das Wetter kurzärmelige und -beinige Einteilermode erlaubt…).

Und uiuiuiui: morgen gastiert mal wieder der Stoffmarkt Holland in Frankfurt! Mit dem Vorsatz, keine neuen Stoffberge anzuhäufen, wird das also wohl nichts mehr dieses Jahr. Dafür gibts aber hoffentlich bald wieder neue Anlässe zum Bloggen … Bis dahin, genießt den Frühling!

Und ich schicke meine Frühlings-Auferstehung noch fix zum April-Kiddikram und Made4Boys.

P.S. Gerade habe ich die lustige Linkparty „Elefantenliebe“ entdeckt – da MUSS ich all meine Elefanten natürlich auch noch hinschicken!

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5 Gedanken zu „Das Ende der Vorfrühlingsfaulheit

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