Antwort von Burda

Warum es in der Burda Style so wenig Diversity gibt, hatte ich hier kürzlich gefragt. Nun hat mir die Redaktion via Facebook geantwortet. Ich teile die Antwort einfach mal unkommentiert:

Liebe M., liebe Autorin des Blogs „Bestrickend umgarnt, Danke für deine Nachricht. Das Thema beschäftigt uns und wir würden gerne unsere Sicht darauf schildern: Wir sind ein internationales Medium und stolz darauf, Menschen auf der ganzen Welt mit unserer Mode zu erreichen. Burda Style gibt es in 100 Ländern rund um den Globus und das Magazin erscheint in 17 Sprachen. Wie du richtig sagst, ist unsere Leserschaft bunt. Das freut uns. Das gleiche gilt auch für unser Team, in dem Menschen aus verschiedenen Ländern arbeiten. In der Tat präsentieren in der Burda Style oft blonde Models unsere Mode. Das heißt natürlich nicht, dass wir unsere Schnitte „nur für weiße Frauen“ machen würden, wie du schreibst. Ganz im Gegenteil, unsere Mode ist für alle – rund um die Welt. Deine Anregung zu noch mehr Vielfalt werden wir dennoch aufnehmen. Wir hoffen, dass du auch weiterhin Spaß an unserer Mode hast und Teil unserer bunten Leserschaft bleibst. Dein Burda Style-Team

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8 Gedanken zu „Antwort von Burda

  1. Eine sehr unreflektierte Antwort der Redaktion, die wohl das Problem der überwiegend weißen und blonden Models nicht ernst nimmt. Meine Reaktion wäre wohl, diese Hefte nicht mehr zu kaufen. Wird Burda zwar nicht weiter kümmern, aber man kann ja ein Statement setzen.
    LG Bettina

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  2. Nur eins von vielen Indizien, die zeigen, dass der Burda ernstgemeinte Rückmeldungen von der deutschen Leserschaft herzlich egal sind. Ansonsten lässt sich so ein unreflektiertes Gefasel ja kaum erklären. Ich vermute schon länger, dass die Darstellung in den Heften ohnehin nicht für den deutschen Markt optimiert wird (auch dieses Übermaß an Cocktailparty-Glitzer und Businessmode) und fühle mich deshalb auch überhaupt nicht angesprochen und kaufe maximal ein Heft pro Jahr.

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  3. Ich hatte mir ja schon vor einiger Zeit vorgenommen, noch weniger als bisher schon diese Zeitschrift zu kaufen. Aber diese Antwort übertrifft an Arroganz echt alles, was ich bisher von dieser (Social Media)Redaktion wahrnahm.
    Absolut kein Problembewusstsein, wie es scheint. Das ist genau die Reaktion, die exakt so kommt, wenn man auf sexistische Werbung verweist.
    Danke fürs Teilen dieser Antwort, sie bestärkt mich in meinem Vorhaben, diese Zeitschrift zu ignorieren. Aber mit der deutschen Version der „Knip“ (auf deutsch heißt sie „Fashion Style) gibt es ja vielleicht auf dem deutschsprachigen Markt mal ein bisschen Konkurrenz. Ottobre bringt ja auch 2x im Jahr eine Damenausgabe raus, die ich idR auch deutlich ansprechender finde von der Darstellung als die Burda…

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  4. .. ich habe schon lange (aus verschiedenen Gründen) aufgehört das Heft zu kaufen!
    Ich wundere mich öfter warum Firmen einerseits so viel Geld für Marketing und Umfragen ausgeben und kostenloses Feedback mit oberflächlichen Standartantworten abwimmeln. Ich habe schon ganz ähnliche Erfahrungen dazu gemacht. Nein, wenn ich es recht bedenke, eigentlich bekam ich eine noch nichtssagendere Antwort zurück :mrgreen: )

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  5. Burda macht immer was sie will. Leserkommentare interessieren nicht.
    Allerdings stimmt es nicht, daß nur blonde Models in der Burda abgebildet sind, es gibt genau so viel braun – und schwarzhaarige. Ich habe Burda Magazine in denen asiatische und türkische Models die Nähmodelle präsentieren.
    Afrikanische Models sieht man wenige, da diese eben nicht die wichtigste Klientel darstellen und da richtet sich eben die Darstellung der Nähmodelle nach dem umsatzstärksten Markt und der ist z.Zt. wahrschenlich der Ostblock, Schwerpunkt Rußland. So ist das eben.
    Wenn irgendwann alle Menschen auf dieser Welt Afrikaner sind oder so aussehen dann gibt es auch in den Zeitschriften weniger Blonde.

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    • Nun ja – ich sprache ja auch nicht davon, dass alle blond wären. Und auch nicht von „afrikanischen“ Models, sondern davon, dass die abgebildeten Frauen die in Deutschland ja nun nicht erst seit gestern vorhandene Diversität nicht annähernd abbilden. Weil es nämlich z.B. auch schwarze Deutsche, muslimische Deutsche, asiatische Deutsche, etc.etc. gibt. Und bei dem gewählten Beispiel eines afrikanischen Settings war der dahinterstehende kolonialrassistische Blick bloß besonders offenkundig.

      Und zu deinem letzten Satz: Ich habe gerade keine entsprechende Statistik zur Hand, aber ich meine, dass Weiße weltweit gesehen alles andere als die Mehrheit sind. Und Blonde sind es schon mal gar nicht.

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